Ossendorf
Alter Flughafen - neuer Stadtteil
Dank des Fernsehens, vor allem der Sendungen privater Rundfunkanstalten wie der RTL-Familie, ist Ossendorf mittlerweile zu einem der bekanntesten Kölner Stadtteile auch weit über die Stadtgrenzen hinaus avanciert. Denn im Gewerbegebiet Köln-Ossendorf liegt mit dem Coloneum eines der größten und modernsten Medienzentren Europas.In den Fernsehstudios der Magic Media Company MMC werden internationale Filme produziert und im Coloneum findet unter anderem die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises und Deutschen Comedypreises statt – Übertragung auf die heimischen Bildschirme inklusive. Und kaum einem ist Deutschlands berühmtester Wohncontainer in Ossendorf unbekannt - denn auch die polarisierende Fernsehshow „Big Brother“ wird aus Ossendorf übertragen.
Doch nicht nur Medienunternehmen sind in Ossendorf ansässig. Auch Firmen anderer Branchen haben das Gewerbegebiet für sich entdeckt: Es haben sich mittlerweile mehr als 400 Unternehmen mit rund 11.500 Arbeitsplätzen angesiedelt. Damit hat sich der Butzweilerhof, auf dem Anfang des 20. Jahrhunderts der erste zivile Flughafen der Domstadt entstand, zu einem den beliebtesten Gewerbestandorte gemausert.
Die einst ländlichen Anfänge Ossendorfs sind heute weitgehend überprägt. Dennoch sind Fragmente uralter Gehöfte, wie die des Gutes Frohnhof und des Pisdorhofes, Ausdruck historischer Bezüge. Ab den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung Ossendorf stetig zu – die Grundlagen dafür bildete die Wohnbebauung durch gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaften. Lebten 1925 in Ossendorf nur 961 Einwohner so waren es nur 20 Jahre später bereits knapp 3.500.
Darüber hinaus erlangte der Stadtteil, Ossendorf wegen eines besonderen Baus regionale Bekanntheit: im Norden der Wohngebiete, an der Grenze zum Butzweilerhof, befindet sich die Justizvollzugsanstalt Köln, die im Jahre 1969 das Gefängnis „Klingelpütz“ im Zentrum Kölns im Gereonsviertel ersetzte.


