Von der "Ehrenpforte" zum Bezirk Ehrenfeld
Geschichte
Bickendorf
Das Gebiet des heutigen Stadtteils Bickendorf war bereits von den Ubiern um etwa 50 vor Cristus besiedelt, wie archäologische Funde belegen. Man vermutet, dass sich später auf oder in der Nähe der Siedlungen auf dem Gebiet von Bickendorf und dem benachbarten Ossendorf ein römischer Gutshof befand.
Als sicher gilt, dass sich sehr früh - ab dem 13. Jahrhundert - Klostergüter in Bickendorf befanden. Diese gelten als die eigentlichen Anfänge von Bickendorf sowie dem benachbarten Ossendorf.
Bocklemünd
Dierste urkundliche Erwähnung Bocklemünds geht auf das Jahr 941 zurück: Der damalige Kölner Erzbischof Wiegried schenkte zwei Höfe und das umliegende Ackerland auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils an die Nonnen von St. Cäcilien.
Einer der Höfe, später Cäcilienhof genannt, befand sich auf dem Gebiet Bocklemünds, der andere - der Dohmenhof - auf dem Gebiet des heutigen Mengenich. 1888 wurde Bocklemünd-Mengenich in die Stadt Köln eingemeindet.
Ehrenfeld
1845 wurde der Anstoß zur Gründung von Ehrenfeld gegeben, das zur
Bürgermeisterei Müngersdorf im Landkreis Köln gehörte: Vom sozialen
Grundgedanken geprägt, wurden preiswerte Wohnungen für Arbeiter
geschaffen.1867 wurde Ehrenfeld selbständige Gemeinde und erhielt das
Stadtrecht 1879. 1888 war die Eigenständigkeit bereits wieder dahin –
Ehrenfeld wurde der Stadt Köln eingemeindet.
Neuehrenfeld
Neuehrenfeld, das immer ein wenig im Schatten des Multikultistadtteiles
und lebensfrohen Ehrenfelds steht, gehört mit zu den jüngeren
Stadtteilen der Domstadt. Erst im Jahre 1871 entstand das erste Haus
Neuehrenfelds, das damals noch nicht zu Köln gehörte. Seinen
offiziellen Namen „Neuehrenfeld erhielt der Stadtteil, der 1888
eingemeindet wurde, erst nach dem 2. Weltkrieg - im Jahre 1954.
Ossendorf
Archäologische Bodenfunde bezeugen Ossendorf als eine Siedlungsstätte bereits in vorchristlicher Zeit: Hier siedelten bereits vor 5.000 Jahren Bauern. Der älteste schriftliche Beleg über Ossendorf stammt vom 25. Oktober 980. Danach schenkte Erzbischof Warinus aus dem Kölner Domvermögen dem Stift St. Ursula zu Köln einen Herrenhof zu Ossendorf, der 1198 als “Frohnhof” bezeugt wurde.
Vogelsang
Die Ursprünge des Stadtteiles Vogelsang liegen in den Anfängen des 20. Jahrhunderts: Im Kölner Nordwesten entstand in den 30er Jahren ein von der damaligen Regierung geplanter neuer Siedlungstyp - Stadtrand- oder Erwerbslosensiedlung genannt. Während des Dritten Reiches kamen Mietwohnungen hinzu, um Wohnraum zu schaffen. In den 50er und 60er Jahre entstand eine Vielzahl neuer Eigenheime, die sich weitgehend in den historischen Ortskern integrierten. Seit 2000 wächst der Ortsteil durch die Erweiterung Vogelsang-Nord mit Einfamilienhäusern und Mietwohnungen.


