Bickendorf
Synthese von Tradition und Fortschritt
Bickendorf ist Synthese von Tradition und Fortschritt. Der aus historischen Höfen hervorgegangene Stadtteil steht in vielfältiger Beziehung zu Ehrenfeld und ist beispielhaft für den Strukturwandel ländlicher Siedlungen, die in die engere großstädtische Einflusssphäre geraten sind.
Vor dem 1. Weltkrieg setzte der rasante städtebauliche Aufschwung Bickendorfs ein. Das Bauerndorf mit seiner beschaulichen Idylle von ehedem, zählte 1843, zur Gründungszeit Ehrenfelds, bereits 348 Einwohner. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte eine rege Bautätigkeit ein – gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften schufen reichlich Wohnraum, vorwiegend in Einfamilienhäusern, unter dem Motto “Lich, Luff un Bäumcher”.
In der Nachkriegszeit wurden die Häuser liebevoll restauriert und verschönert. Gut bewahrte Fragmente alter Hofgüter und Straßennamen wie Rochusstraße, Sandweg, Teichstraße, Häuschenweg und Nagelschmiedgasse dokumentieren in Alt-Bickendorf die tiefwurzelnde Ortsgeschichte.
Doch auch Wohnbauten, die man vorrangig „zweckmäßig“ nennen kann, machten vor dem ehemals ländlichen Bickendorf nicht Halt: Südlich der Venloer Straße leiten Wohnhochhäuser mit bis zu 20 Stockwerken zum Gewerbegebiet Bickendorf über. Heute hat der Stadtteil im Nordwesten der Domstadt gut 16.000 Einwohner.
Ein Markenzeichen der Domstadt hat im Gewerbegebiet Bickendorf vor vielen Jahren Fuß gefasst: 4711. Der Mischkonzern hat an seinem Kölner Standort etwa 900 Mitarbeiter, von denen die meisten in Bickendorf mit der Produktion von Duftwässern beschäftigt sind. Dort werden unter anderem Düfte wie "Bruno Banani" oder "Naomi Campbell" hergestellt.
Wochenmarkt ist am Mittwoch und Samstag auf der Parkfläche zwischen Venloer Straße, Hallendbad Bickendorf und Vitalisstraße.


