Junge Stadtteile im Kölner Norden
Geschichte
Die meisten Stadtteile im Bezirk Chorweiler entstanden erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Veedel Heimersdorf und Seeberg wurden als „Neue Stadt“ zu Beginn der 60er Jahre besiedelt. Dem Stadtteil Chorweiler sieht man noch heute die verfehlte städtebauliche Entwicklung in den 70er Jahren an. Blumenberg galt stets als Konrad Adenauers „eiserne Reserve“ für die Stadtentwicklung. Auch in den Jahrzehnten nach der Amtszeit Adenauers als Oberbürgermeister wollte diese Reserve scheinbar niemand anrühren. Erst um 1980 entstand in Blumenberg unter anderem eine Öko-Siedlung.
So jung der Stadtbezirk Chorweiler jedoch auch sein mag, erinnern noch immer einige Bauwerke, darunter viele Höfe, an landwirtschaftlich geprägte Vergangenheit dieser Gebiete.
Eine besondere Rolle in der Kölner Stadtgeschichte kommt dem Stadtteil Worringen - einem der wenigen älteren Veedel im Kölner Norden - zu. In der dortigen Schlacht verlor der Kölner Erzbischhof Siegfried von Westerburg 1288 seine weltliche Macht; die Domstadt wurde unabhängig.


