Auf den Punkt gebracht
Was sind die Stärken Kölns?
Von EDGAR FRANZMANN
Was sind die wirklichen Stärken unserer Stadt? Wie sehen es die Kölner selbst, wie sehen es Menschen außerhalb? Diese spannenden Fragen sollen in den nächsten Monaten beantwortet werden in der Untersuchung "Marke Köln - Auf den Punkt gebracht".
Wirtschaftsdezernentin Ute Berg setzt dieses Projekt jetzt um, das von ihrem Vorgänger und heutigem NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans angeregt worden war. Die Auftaktveranstaltung fand am Donnerstagabend mit rund 100 Managern und Meinungsbildnern im "Osman" im KölnTurm hoch über den Dächern Kölns statt.
Für Zukunftsforscher Prof. Matthias Horx liegt die Zukunft der Menschheit in den Städten: Es sei weltweit eine klare Rückkehr vom Land in die Stadt festzustellen, Städte trieben den Wandel voran, und das nicht nur in Europa und den USA, sondern ebenso in Asien und Afrika. Köln habe Potenzial, aber die Stadt befinde sich natürlich in starker Konkurrenz zu anderen.
Im Markenprozess soll jetzt versucht werden, die besonderen Stärken Kölns herauszufinden. Prof. Dr. Klaus Brandmeyer aus Hamburg: "Was irgendwo schief läuft, darüber wird man sich immer sehr schnell einig. Aber worin man wirklich gut ist, was einen besonders attraktiv macht, darüber gehen die Meinungen sehr weit auseinander."
Brandmeyer hat ähnliche Prozesse bereits in einigen Städten durchgeführt, u.a. in Hamburg. "In einer ersten Runde haben wir Hamburger gefragt, worin sie selbst die Stärken ihrer Stadt sehen. Es kamen Vorschläge wie 'Reeperbahn', die Tradition als 'Hansestadt', der 'Hafen', das Image als 'Sportstadt'. In einer nächsten Runde haben wir dann alle diese Punkte von Hamburgern und vor allem auch von Nicht-Hamburgern in der ganzen Welt beantworten und bewerten lassen. Das Ergebnis: Dass Hamburg eine Hansestadt ist, interessiert überhaupt nicht. Auch die Reeperbahn landete unter ferner liefen. Der Punkt, der letztlich vorne lag und international elektrisierte, war ein ganz anderer, nämlich: Über Hamburg läuft der komplette europäische Handel mit China. Diese China-Connection ist das Pfund, mit dem die Stadt jetzt wuchern kann."
In Köln wird das Verfahren ähnlich laufen. Gesucht werden die Stärken Kölns im Hinblick auf drei Zielgruppen: Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus. Zunächst werden 150 Kölner Meinungsbildner befragt, wie sie die Stärken Kölns in diesen Feldern sehen. Dann werden die genannten Punkte zusammengefasst und in konkrete Fragen umgewandelt. Diese Fragen werden in einer zweiten Runde jeweils wieder Kölnern aber auch Nicht-Kölnern in Deuitschland und in Europa vorgelegt, jeder Punkt kann auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet werden.
Brandmeyer: "Am Ende bekommen wir ganz klare Aussagen, die sich auf konkrete Punkte der Stadt beziehen. Wir erwarten, dass wir die Ergebnisse bereits nach den Sommerferien vorstellen können."
Wirtschaftsdezernentin Berg: "Diese Ergebnisse werden wir in die Kölner Gesellschaft einbringen um mit Ihnen gemeinsam die nötigen Konsequenzen zu beraten und Maßnahmen auch umzusetzen."
Kosten wird diese Studie 250.000 Euro.
Und worin sehen Sie die Stärken Kölns, in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus? Was kann ein Unternehmen anlocken, sich in Köln anzusiedeln? Worin liegen die Kölner Trümpfe im Bereich Wissenschaft? Was macht Köln attraktiv für Touristen?
Geben Sie Ihre Vorschläge ab entweder als Kommentar unter diesem Beitrag oder auf unserer Facebookseite unter http://www.facebook.com/Koeln.
(Erstellt am 3. Februar 2012 - 10:57 Uhr; aktualisiert 3. Februar 2012 - 12:26 Uhr)
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Kommentare
Allein schon die Frage: Was
Allein schon die Frage: Was sind die Stärken Kölns?
Die Stadt scheint's nötig zu haben. Wie erbärmlich.
Eine sehr gute Idee, die
Eine sehr gute Idee, die "Marke Köln" genauer zu untersuchen und dies nicht nur einigen Wenigen - Ungeübten - im Stadtmarketing zu überlassen.
Köln ist international nicht bekannt genug. Fragt man in den USA oder Singapur Leute auf der Straße, welche Städte sie in Deutschland kennen, dann hört man allenfalls Frankfurt, Berlin oder München. Köln als viertgrößte Stadt Deutschlands und Millionenstadt muss künftig dazugehören. Welcher internationale Investor investiert in einer Stadt ohne hinreichendes internationales Renomee und welche Deutschland-/Europazentrale internationaler Konzerne will man so anlocken?
Stärken sind neben dem Dom, dem Rhein und dem Stadtpanorama sicherlich das Messe-/Kongessgeschäft, die Medienpräsenz, Köln als Einkaufsstadt und die starke Versicherungswirtschaft. Dazu kommt die positive kölsche Mentalität und der Karneval.
Schwächen sind das Stadtbild um den Dom als Visitenkarte (hier stehen rund um den Roncalliplatz aber umfangreiche Neubauvorhaben an - eine Chance), das Fehlen von international ausstrahlenden Projekten und Ereignissen (Provinzialität) und fehlendes Stadtmarketing.
250.000 EUR dafür, dass
250.000 EUR dafür, dass einem jemand sagt, wie toll man ist?
Was soll das?
Investiert das Geld mal lieber in die KVB!
Aber die öffentlichen Verkehrsmittel interessieren die "Meinungsbildner" sicher nicht, denn die fahren alle dicke Autos.
der vollpfosten schon
der vollpfosten schon wieder. na hörstchen? dein ausgang dauert diese mal aber lang... oder bist du erbsenhirn etwa ausgebrochen?
Kölsche Stärken: wir
Kölsche Stärken:
wir brauen das beste Kölsch der Welt!
Wir haben den besten Kommentator Deutschlands: Den Horse-T!
Und vor allem: Wir sind keine Düsseldorfer!
Äh... Stärken???
Äh... Stärken???









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