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Fledermäuse und "Decke Pitter"

Die Glockenstube des Doms


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Glockenstuben sind geheimnisvolle Orte. Nur wenige Menschen haben Zugang zu ihnen, hier beginnt das Reich der Spinnen, Eulen und Fledermäuse. Die besondere Atmosphäre, geprägt von der Patina der angelaufenen Bronze, den mächtigen hölzernen Glockenstühlen und schließlich dem archaischen Klang der Geläute, machte sich auch immer wieder die Kunst zunutze. In Alfred Hitchcocks »Vertigo« spielen die entscheidenden Szenen in einer Glockenstube, und Victor Hugo hat dem »Glöckner von Notre Dame« gleich einen ganzen Roman gewidmet.

Alles zum Kölner Dom

Der berühmte Film mit Anthony Quinn und Gina Lollobrigida hätte statt in Paris genauso gut im Kölner Dom spielen können. Zumal hier im Südturm die größte frei schwingende Glocke der Welt hängt. Die Petersglocke, im Volksmund der »Decke Pitter«, bringt 24 Tonnen auf die Waage, rund 700 Kilo davon wiegt allein der gewaltige Klöppel. Seine Klangkraft ist so gewaltig, dass man den Glockenstuhl – also die Aufhängung – nicht mit dem Mauerwerk verband. Ein Festgeläut wie zu Weihnachten würde ansonsten den ganzen Dom vibrieren lassen. Er läutet nur wenige Male im Jahr, etwa an Weihnachten oder auch am Ostersonntag um 9.35 Uhr. 2011 zerbrach der alte Klöppel und musste ersetzt werden.

286 Stufen nach oben

Die Glockenstube des Doms ist zwar frei zugänglich, schöpft aber Exklusivität aus ihrer abseitigen Lage. 268 Stufen eines eng gewundenen Treppenhauses sind zu bewältigen, bevor man den luftigen Raum erreicht.

Über die Dominanz des Decken Pitters sollte man seine sieben Schwestern nicht vergessen, die hier ebenfalls zum Konzert bereithängen. Eine von ihnen ist die Pretiosa (»die Kostbare«), auch gut eine Tonne schwer und bei ihrer Installation 1448 die größte Glocke des Abendlandes. Wie heute die Petersglocke beherrschte damals sie die klerikalen Festivitäten. In der autofreien Landschaft des Mittelalters schwebte ihr voluminöses G bis ins zehn Kilometer entfernte Städtchen Brühl.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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