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Antike Mauern und ein mittelalterliches Loch

Die Tiefgarage unter dem Dom

Tiefgaragen sind normalerweise kein Ort, der zu Besichtigungen einlädt. Die unter dem Dom machte da keine Ausnahme, fänden sich dort nicht zwei Relikte aus alten Tagen, die es in sich haben.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Am besten entert man dieses stickige, zwielichtige Reich durch die Parkhaustür über dem U-Bahn-Abgang auf der Domplatte, ge- genüber dem Excelsior Hotel.

Unten angekommen, fällt der Blick auf einen römischen Mauerrest. Die Beschaffenheit dieses Teils der Stadtmauer ist repräsentativ für ihren gesamten Verlauf: Über einem drei Meter hohen Fundament erhob sich eine 2,40 Meter breite Mauer mit bis zu 7,80 Metern Höhe. Historisch noch interessanter wird das Monument durch eine kleine Lücke im Mauerwerk, genannt das Annoloch. Erzbischof Anno, ein gebürtiger Schwabe, herrschte seit 1056 über Köln und war seiner Strenge und Cholerik wegen nicht sehr beliebt.

Als er 1074 ein Kaufmannsschiff konfiszieren ließ, um einen Gast nach Hause zu bringen, kam es zum Eklat. Der Eigner des Kahns widersetzte sich dem Befehl, und mit Hilfe des alarmierten Volkes vertrieb er die Büttel des Erzbischofs.

Ein Erzbischof fürchtet um sein Leben

In der Folge zog der aufgebrachte Haufen vor Annos Palast, der Mann fürchtete um sein Leben. Über verschiedene Schleichwege gelangte er schließlich in ein Haus direkt an der alten Römermauer. Diese wies dort jenes Loch auf, das noch heute unterirdisch zu bestaunen ist.

Ein paar Parktaschen weiter findet sich, verborgen in einem betonierten Wandvorsprung, ein gemauerter Rundbau. Dabei handelt es sich um einen Brunnen aus dem frühen Mittelalter, der einst im Vorhof des sogenannten Hildebold-Doms stand. Fast vier Jahrhunderte lang dominierte dieses romanische Bauwerk das Stadtbild, bevor es 1248 zugunsten des heutigen Kölner Wahrzeichens niedergerissen wurde.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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