Bilder aus der Jeckenhochburg

Kölle Alaaf - Jecke regieren die Stadt

Nach der Übergabe der Stadtschlüssel durch den OB an das Dreigestirn regieren in Köln bis Aschermittwoch die Narren. Zehntausende Jecke trotzten dem nasskalten Wetter mit "tierischen" Fellkostümen und schunkelten auf dem Alter Markt sowie in der Südstadt.

Video: Weiberfastnacht auf dem Alter Markt

Zum Auftakt des Straßenkarnevals übergab Oberbürgermeister Jürgen Roters um 11 Uhr 11 die Schlüssel der Stadt an das Dreigestirn. Damit geht die Macht auf Prinz, Bauer und Jungfrau über, die bis Aschermittwoch die Geschicke der Stadt bestimmen.

Prinz Marcus II. sagte: "Der Straßenkarneval ist und bleibt der schönste Teil des Kölner Karnevals." Wunderbare Tage stünden bis Aschermittwoch bevor. "Wir haben einen Traum, den wir leben dürfen", so der Prinz, der kurze Zeit später im Trubel verschwunden war.

Schon in den frühen Morgenstunden waren Lappenclowns, Indianer und alle möglichen Tiere mit wärmendem Plüschfell auf den Beinen: "Wir sind schon seit halb fünf unterwegs", sagte zum Beispiel die 29-jährige Yvonne, die im Bienen-Kostüm aus Baden-Württemberg nach Köln angereist war. Manche "Wiever" interessierte das nasskalte Wetter allerdings herzlich wenig: Sie trugen trotzdem kurz geschnittene Uniformen.

Auf dem Alter Markt war bis in den Nachmittag hinein Bühnenprogramm: Kölsche Stars wie die Höhner,  Marie-Luise Nikuta und Marita Köllner brachten ihr Publikum in Feierstimmung. Dort und in der gesamten Altstadt wurde geschunkelt und gelacht, gefeiert und gesungen - erst draußen und dann in den Kneipen im Veedel.

Auch in der Südstadt war an Weiberfastnacht einiges los. Auf der Bühne von Radio Köln begann das Programm pünktlich um 11 vor 11 mit einem Auftritt von Marie Luise Nikuta. Danach standen Kölner Bands wie die Bläck Fööss, Brings und die Höhner auf der Bühne. Im Anschluss waren Bars und Kneipen des urkölschen Veedels Ziel der Jecken.

Regenjacke und Glasverbot

Nach strahlendblauem Himmel im vergangenen Jahr mussten sich Karnevalisten diesmal allerdings warm und regenfest anziehen und dem nasskalten Wetter trotzen: "Vereinzelt gibt es Sprühregen. Die Temperaturen liegen bei etwa sechs Grad", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Da war es kein Wunder, dass es tierisch herging: "Bären", "Löwen" und "Kätzchen" waren als Kostüm hoch im Kurs.

Wie schon im Vorjahr galt auch diesmal ein Glasverbot: Von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr des Folgetages war in der Altstadt und im Zülpicher Viertel das Mitführen von Flaschen und Gläsern untersagt. Das Einhalten des Glasverbots wurde vom Ordnungsamt kontrolliert. Die Narren zeigten sich deswegen erfinderisch: Statt Bierflaschen gab es Dosen, Schnapsfläschchen hingen an präparierten Gürteln und Mischungen wurden kurzerhand in Plastikflaschen umgefüllt.

Die Polizei blickte auf einen verhältnismäßig ruhigen Tag zurück: "Aus polizeilicher Sicht sind wir sehr zufrieden mit dem jecken Treiben in der Altstadt und in den Kneipen der Karnevalshochburg Köln", so der Kölner Polizeidirektor Peter Römers.

Jan und Griet am Severinstor

Um 13 Uhr wurde am Severinstor das Historienspiel "Jan und Griet" aufgeführt, in dessen Anschluss ein Umzug durch die Stadt bis zum Denkmal "Jan von Werth" am Altermarkt stattfand.

Der Hintergrund: Der Knecht Jan vom Kümpchenshof wirbt um die Liebe der Marktfrau Griet. Griet verschmäht Jans Liebe, da er ihr nicht fein genug ist. Daraufhin zieht Jan in den 30-jährigen Krieg und kommt nach Jahren als berühmter Feldherr und General Jan von Werth wieder. Griet bereut nun, Jan damals abgewiesen zu haben und spricht die historischen Worte: "Jan, wer et hätt jewoss!". Jan lehnt nun sie jedoch mit den Worten: "Griet, wer et hätt jedonn!" ab. (koeln.de, hl, dapd, dpa)

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Bildergalerie Nach der Übergabe der Stadtschlüssel durch den OB an das Dreigestirn regieren in Köln bis Aschermittwoch die Narren. Zehntausende Jecke trotzten dem nasskalten Wetter mit \"tierischen\" Fellkostümen und schunkelten auf dem Alter Markt sowie in der Südstadt.
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Kommentare

Ich kann gut verstehen, dass

Ich kann gut verstehen, dass manche Kölner den Weg zur Arbeit am Morgen nach der Weiberfastnacht "herrlich" finden - kenne das ja aus meiner Heimatstadt, denn in MUC erleben wir genau das 1x jährlich - 14 Tage lang. Da ich jetzt in Köln bin, werde ich wohl dieses Jahr zum ersten Mal die Fahrt in vollgekotzten U-Bahnen "tragischerweise" verpassen:-)! Ich fand aber die Weiberfastnacht hier trotz der üblichen Bier- und Schnapsleichen recht amüsant, und die Kölner Männer sind auch echt fürsorglich - viele wollten mich in ihrem Auto nach Hause bringen, damit ich nicht allein durch die Gegend laufen muss, und manche wollten mir sogar einen kostenfreien Schlafplatz anbieten... Leider musste ich aus Prinzip auch dem charmanten Seemann/Popeye (wie auch immer) einen Korb geben, und er hat es mir dennoch nicht krumm genommen und ist charmant und zuvorkommend geblieben (das hab' ich bei einem Mann noch nie erlebt!)... Hoffe, er hatte "geschützten Spaß"...:-)

Herrlich,der Weg zur Arbeit

Herrlich,der Weg zur Arbeit heute morgen.Glasscherben und Kotzlachen wo man hinsieht.Zwei umgerissene Zeitungsautomaten.Und um sechs Uhr noch immer versprengte Grüppchen von fast besinnungslos Besoffenen.
Herrlich,endlich wieder ein Hauch von Brauchtum in der Stadt.

Na ja, es gibt sicherlich

Na ja, es gibt sicherlich sehenswertere Dinge an Karneval. Am Abend vorher! Von daher, nicht die Hinterlassenschaften zählen...

Eröffnung des Kölner

Eröffnung des Kölner Karnevals wider das kölsche Brauchtum
Ist der Alter Markt nur noch für Köln´s Elite zugänglich? Voller Entsetzen mussten wir gestern in der Altstadt feststellen, das der gesamte Alter Markt weiträumig abgesperrt war, und nicht etwa, weil der Platz zu voll war. Nein, es war um 10.00h vor der Tribüne menschenleer. Das gemeine Volk wurde trotzdem zurückgewiesen und durfte auf dem Heumarkt vor der Leinwand schunkeln. Das geht gar nicht. Wieso nimmt keiner hierzu Stellung? Ich vermisse Unterstützung durch die Medien für den "kölschen Mob".

lol karneval geht los yes

lol karneval geht los yes

Schon besoffen?

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