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Karnevalshochburg Köln

Karneval: Vom Elften im Elften bis Aschermittwoch

Der Kölner Karneval wird traditionell am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt eröffnet. Gefeiert wird an diesem Tag aber nicht nur vor einer großen Bühne inmitten tausender Jecken auf dem Heumarkt selbst, sondern in der gesamten Altstadt.

Auch wenn der eigentliche Straßenkarneval erst drei Monate später beginnt, so wird am Tag der Eröffnung trotzdem auch auf der Straße und in den Kneipen der Innenstadt kostümiert gefeiert. Und damit ist nicht Baggern und Saufen gemeint, sondern echter "Spaß an der Freud".

Die offizielle Karnevalssession beginnt schon weit vorher im Januar. Es gibt hunderte Karnevalssitzungen, darunter auch reine Damen- und Herrensitzungen sowie Kinder- und Vereinssitzungen.

Straßenkarneval 2009 auf einen Blick


Weiberfastnacht: Do., 19.2.2009
Schull-/Veedelszöch: So., 22.2.2009
Rosenmontag: Mo., 23.2.2009
Nubbelverbrennung: Di., 24.2.2009
Am Aschermittwoch, den 25.2.2009, ist alles vorbei.
Motto der Session: "Unser Fastelovend himmlisch jeck"

Ein Hinweis vorweg: In Köln kann man an den tollen Tagen wirklich nur Karneval feiern. Das restliche Leben kommt weitgehend zum Stillstand. Die städtischen Museen sind geschlossen. Einkaufsbummel gestalten sich als schwierig, da besonders an Weiberfastnacht (Donnerstag) und Rosenmontag die meisten Geschäfte geschlossen haben. Auch an den anderen Tagen kann man vor verschlossenen Türen stehen oder gerät unterwegs in Umzüge oder andere Festivitäten.

Weiberfastnacht (Wieverfastelovend)

An Weiberfastnacht (Wieverfastelovend) - Donnerstag, den 19.02.2009 - wird der Straßenkarneval eröffnet. Auf dem Alter Markt findet dazu eine große Freiluftsitzung statt, die schon morgens um 10 Uhr beginnt. Die Eröffnung des Straßenkarnevals wird auf einer Großbildleinwand auf den Heumarkt übertragen

Um elf Uhr kommt das Dreigestirn auf die Bühne, der Prinz hält eine Ansprache und die Stadt Köln übergibt ihm für die tollen Tage die Schlüssel der Stadt. Ab 11 Uhr 11 wird dann in der Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht auf den Straßen, in den Kneipen und in den Büros gefeiert.

Traditionell wird am Severinstor um 13 Uhr das Historienspiel "Jan und Griet" aufgeführt, in dessen Anschluss ein Umzug durch die Stadt bis zum Denkmal "Jan von Werth" am Altermarkt veranstaltet wird.

Freitag und Samstag

Am Freitag und Samstag wird abends in den Kneipen der ganzen Stadt gefeiert. Wer das besondere Flair des Fastelovends mitbekommen möchte, sollte jene Kneipen aufsuchen, in denen kölsche Karnevalsmusik gespielt wird.

Am Samstag, den 21. Februar, findet voraussichtlich bereits zum 18. Male der Geisterzug statt, der seine Premiere im Jahre 1991 hatte: Wegen des Golfkrieges wurden damals die Aktivitäten des offiziellen Straßenkarnevals abgesagt. Trotzdem fanden sich viele Jecken zu einer Anti-Golfkriegs-Demo zusammen: Der erste Geisterzug war geboren.

Sonntag

Am Sonntag finden die Schull- und Veedelszöch (Schul- und Stadtteilzüge) statt, die ab 11 Uhr durch die Stadt ziehen. Sie nehmen fast den gleichen Zugweg wie der Rosenmontagszug. Die phantasievollen Kostüme der vielen Kölner Schulgruppen locken die Menschenmengen an den Zugweg.

Auch in den meisten Stadtteilen Kölns sowie den umliegenden Dörfern werden Umzüge durchgeführt - und das nicht nur am Sonntag, sondern während der ganzen Tage zwischen Wieverfastelovend und Veilchendienstag. Wer vom Karneval nicht genug bekommen kann, hat also die freie Auswahl.

Rosenmontag

Der Rosenmontag - 23.02.2009 - ist neben Weiberfastnacht der Höhepunkt des Straßenkarnevals. Der berühmte Kölner Rosenmontagszug geht um 10:30 Uhr am Chlodwigplatz los und braucht für den 6,5 Kilometer langen Weg quer durch die Innenstadt etwa vier Stunden. Im Jahre 2009 steht er unter dem Motto "Unser Fastelovend himmlisch jeck".

Bereits Stunden, bevor die "Blauen Funken" traditionell als erste Gruppe den Umzug anführen und ankündigen, beziehen viele Jecke ihre Plätze am Straßenrand, ausgestattet mit Campingstühlchen, Proviant und Kölsch. Zur Musik aus den mitgebrachten Kassettenrekordern schunkelt man sich warm.

Tipp: Mit so vielen Freunden und Bekannten wie möglich zum Zug gehen. Wer zum ersten Mal dabei ist: Tüte für die Kamelle und Strüßjer, die Wurfartikel, die von den Wagen herab unter das jecke Volk geworfen werden, mitbringen!

Veilchendienstag

Nach dem anstrengenden Montag, an dem die meisten Kölner frei haben, kehrt am Veilchendienstag wieder ein wenig Ruhe ein. Was man aber am Abend nicht versäumen sollte, ist die Nubbelverbrennung: Der Nubbel ist eine lebensgroße Strohpuppe, die während der Karnevalstage vor vielen Kölner Kneipen hängt.

Er muß für alle Sünden büßen, die während der tollen Tage begangen wurden und wird unter großem Wehklagen, Beschimpfungen und dem Singen von fröhlichen Karnevalsliedern verbrannt. Anschließend strömt das Volk in die Kneipen, um den letzten Karnevalstag der Session gebührend ausklingen zu lassen. Tipp: In der Kneipe erkundigen, wie und wann der Nubbel verbrannt wird.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch - 25.02.2009 - ist, nicht nur getreu eines alten Karnevalsschlagers des Kölner Sängers Jupp Schmitz aus dem Jahre 1953, alles vorbei. Wer von der vielen Feierei noch einen dicken Kopf hat, der bekämpft seinen Kater beim traditionellen Fischessen, zu dem viele Kölner Gastronomiebetriebe einladen.

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