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Stadt stellt Sicherheitskonzept vor

Karneval: Doppelt so viel Polizei, höhere Strafen für Wildpinkler

„Die Ereignisse von Silvester dürfen sich nirgendwo und nie mehr wiederholen“, versprach Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Am Montag stellte sie mit Vertretern von Stadt, Polizei, Karneval, Feuerwehr, Verkehrsbetrieben und der AWB das Sicherheitskonzept für Karneval vor. Allein die Polizei wird an Weiberfastnacht mit 2.000 Einsatzkräften doppelt so viele einsetzen wie im Vorjahr.

An den Karnevalstagen bis Veilchendienstag wird rund um die Uhr in 12-Stunden-Schichten gearbeitet. Zusätzlich, so der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies, werden 350 Polizeianwärter mit Praxiserfahrung eingesetzt. Rund 40 einschlägig bekannten Rockern, Türstehern und Trick- und Taschendieben habe man für diese Zeit ein Betretungsverbot für die Stadt erteilt, außerdem habe es zahlreiche „Gefährderansprachen“ gegeben.

Übereinstimmend mit Reker erklärte er allerdings, dass es eine 100-prozentige Sicherheit nicht geben könne. Zugleich verwies er darauf, dass es über Karneval in den letzten Jahren durchschnittlich 50 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe gegeben habe – von der Nötigung bis zur Vergewaltigung. Man werde aber jedes „Über die Strenge-Schlagen“ konsequent verfolgen, auch die Belästigung von Frauen. An zentralen Stellen wird die Polizei das närrische Treiben mit Videokameras überwachen. 30 dunkle Ecken rund um Dom und Hauptbahnhof werden zusätzlich beleuchtet. Mathies ermunterte alle Karneval Feiernden, sich bei Störungen an die Polizei zu wenden.

Stadt verstärkt Ordnungsdienst

Auch die Stadt verstärkt ihren Ordnungsdienst auf über 400 Einsatzkräfte, 240 davon stellt ein privater Sicherheitsdienst. 60 ehemalige Mitarbeiters des Ordnungsamtes haben sich „zurückgemeldet“. Zusätzlich werden 10 Dolmetscher eingestellt. Die technische Aufrüstung – darunter Funkgeräte, Megafone und Absperrungen – wird rund 380.000 Euro kosten, noch einmal 100.000 werden durch Überstunden hinzukommen.

Schlechte Aussichten für Wildpinkler: Statt 40 Euro Ordnungsstrafe sollen sie jetzt mindestens 60 Euro Bußgeld bezahlen. Nach dieser Verschärfung müssen die Ordnungsdienste nicht mehr direkt und oft mit Protest verbunden kassieren, sondern brauchen nur noch die Personalien aufzunehmen. Der Bußgeldbescheid kommt dann nach Karneval.

Mit 865 Einsatzkräften sind Feuerwehr und soziale Institutionen wie ASB oder DRK alleine an Weiberfastnacht im Einsatz, die Hälfte davon – meist von den Wohlfahrtsverbänden – arbeiten ehrenamtlich. Insgesamt werden rund 2.500 Helfer – jeweils in den Uniformen ihre Behörden und Einrichtungen – mit Hilfe und Informationen bereitstehen. Auf dem Roncalliplatz neben der Buchhandlung Koesel wird es einen speziellen „Security Point“ für Mädchen und Frauen geben.

200 Kommunikationspunkte entlang des Zugweges

Mehr Personal setzen auch KVB und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg ein (VRS). Im Bereich des VRS werden 130 Sonderzüge zusätzlich eingesetzt, die „Bestreifungsquote“ in den Zügen wird erhöht. Um bei Störungen schneller eingreifen zu können, errichtet das Festkomitee Kölner Karneval entlang des Rosenmontagszugwegs 200 „Kommunikationspunkte“, außerdem werden die einzelnen Gruppen durch GPS erfasst. Für Besucher von außerhalb werden Info-Blätter in mehreren Sprachen über die Gebräuche des Karnevals verteilt.

Zentrale Einrichtung ist ein Koordinierungsgremium, in dem alle Beteiligten vertreten sind. Es wird von Weiberfastnacht bis in den frühen Aschermittwochmorgen alle Meldungen empfangen und mögliche Einsätze koordinieren. Einleitend hatte Polizeipräsident Mathies erklärt, es gebe zwar ein abstraktes hohes Gefährdungspotential durch Terroristen, allerdings keine konkreten Hinweise – Karneval kann also gefeiert werden. (js; Foto: imago/Manngold)

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