Badespaß und Rodeln
Alternativen zum Karnevalstrubel in Köln
Ab Donnerstag herrscht in der Domstadt für eine Woche karnevalistischer Ausnahmezustand. Doch nicht allen sagt der Trubel zu. koeln.de zeigt, welche Alternativen es zu dem tollen Treiben gibt.
36 Prozent der Deutschen haben kein Interesse am Karneval, selbst in Nordrhein Westfalen können sich 31 Prozent nicht für das jecke Treiben begeistern. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstuts Emnid fand das vor kurzem heraus. Und auch wenn es in der Domstadt eher ein paar Prozent weniger sein dürften, so gibt es auch in Köln echte Karnevalsmuffel. Und auch der ein oder andere Jeck benötigt im Partymarathon mal eine Auszeit. Das hat auch seine Vorteile, denn während die Massen in der Altstadt schunkeln, lassen sich einige Dinge erledigen, die man immer schon einmal in ungestörter Atmosphäre tun wollte.
In Ruhe abtauchen: Öffnungszeiten der Kölner Schwimmbäder
Nur Sonntag und Rosenmontag sind die Bäder
geschlossen, an allen anderen Karnevalstagen bieten sie einen Ort der
Ruhe im Kamelle-Trubel. Ob im Aqualand oder im Ossendorfbad, beim
Bahnenziehen lässt sich der Karnevalstrubel am besten vergessen. Ein
besonderes Entspannungserlebnis: Der Saunabesuch, bei dem man genüsslich
an die draußen bei Minusgraden frierenden Jecken denkt.
Alle Öffnungszeiten im Überblick
Mehr als Karneval: Kölns Geschichte kennenlernen
Die tollen Tage sind auch ein idealer
Zeitpunkt, um sich einmal ungestört mit der Geschichte der Domstadt
auseinanderzusetzen. Als einziges der Kölner Museen öffnet das Kölnische
Stadtmuseum seine Pforten auch während der Karnevalstage. Am Freitag,
Samstag und Dienstag von 10 bis 17 Uhr lässt sich wissenswertes über
Klüngel und Kölsch, Hänneschen-Theater und Ford-Werke erfahren. Im
oberen Teil der Dauerausstellung werden kultur- und
wirtschaftsgeschichtliche Themen vorgestellt wie Volksfrömmigkeit,
Reformation und jüdisches Leben, Schule und die 1388 von Bürgern
gegründete Universität. Die Besucher erfahren auch Interessantes über
Bürgertum und Wohnkultur, Wirtschaft und Verkehr in Köln mit den
Schwerpunkten auf der Zeit um 1600 und um 1900.
Mehr zum Kölnischen Stadtmuseum
Beim Ski- oder Rodelausflug den Winter genießen
Auch wenn in Köln die letzten
Schneereste schon wieder geschmolzen sind -
im Sauerland gibt es Schnee satt. Auf mehr als 120 Abfahrtshängen
(darunter 60 Flutlichtpisten und sieben Flutlicht-Rodelhänge) herrschen
auch an den Karnevalstagen optimale Bedingungen für einen Ausflug in die
bedeutendste Skiregion
nördlich der Alpen. Wer frische Luft und weiße Landschaft genießen
möchte, muss aber nicht
gleich auf Brettern oder Kufen unterwegs sein: Winterwandern kann
jeder, spezielle Ausrüstung ist nicht notwendig, nur warme Kleidung und
festes Schuhwerk. Winterwanderwege, teilweise vom Schnee geräumt, warten
allerorts auf die Gäste.
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Shoppen statt schunkeln
Die
Geschäfte in der Domstadt haben ebenfalls geöffnet, mit Ausnahme der
"karnevalistischen Feiertage" am Donnerstag und am Montag. Ein
Einkaufstrip in die Altstadt ist allerdings nicht zu empfehlen - in den
Außenbereichen Kölns ist die Jeckenquote dagegen deutlich geringer.
So haben zum Beispiel die beiden Kölner Filialen des Einrichtungsriesen IKEA Weiberfastnacht, Rosenmontag und Karnevalsdienstag jeweils bis 21 Uhr geöffnet. Schon traditionell nutzen Karnevalsflüchtlinge die Gelegenheit zu einem umfassenden Möbelkauf.
Auch Körperwelten geht unter die Haut
Ein Besuch bei Körperwelten ist ebenfalls eine gute Empfehlung: Die Ausstellung ist an allen Karnevalstagen ab 9 Uhr geöffnet. Die faszinierende Anatomieschau von Gunther von Hagens gastiert noch bis zum 21. März 2010 in Köln. Bislang sahen rund 215.000 Besucher die aktuelle Ausstellung in der Domstadt, weltweit besuchten mehr als 30 Millionen Menschen in 50 Städten Europas, Asiens und Nordamerikas die Körperwelten. Der Standort an der Gummersbacher Straße im rechtsrheinischen Stadtteil Kalk ist über den östlichen Autobahnzubringer gut mit dem Auto zu erreichen. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden.
(Erstellt am 8. Februar 2010 - 10:33 Uhr; aktualisiert 8. Februar 2010 - 16:29 Uhr)
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