Hamam - das türkische Dampfbad

Voll im Trend und doch altbewährt ist der Hamam: "Das orientalische Dampfbad geht auf eine Jahrhunderte alte Tradition im arabischen Raum zurück und ist die ideale Erholungsart für gestresste Manager", sagt Ingo Hoberg, Gesundheitswissenschaftler beim Deutschen Wellness Verband.

Anders als in einer finnischen Sauna kommt es in einem Hamam nicht so sehr aufs Schwitzen an. Die Temperatur ist mit rund 40 Grad Celsius vergleichsweise moderat. Dafür ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Mittelpunkt des Wellness-Erlebnisses ist eine intensive Wasch- und Massageprozedur. Den Erholungseffekt verdankt man im Hamam den Künsten des Tellak. Er ist ein speziell ausgebildeter Bademeister und verwöhnt mit angenehmen Massagen, Einseifungen und Körperpeelings. Zwischendurch übergießt er den Körper des Gastes immer wieder mit Wasser, was den Kreislauf anregt und angenehm erfrischt. Hier liegt Hoberg zufolge auch das "Geheimnis" des Hamams: Belebende Massagen und unterschiedlich temperierte Wassergüsse machen Körper und Seele gleichermaßen wach: "Nach dem Bad fühlt man sich wie neugeboren", unterstreicht der Wellness-Experte.

Der traditionelle Hamam ist ein orientalischer Kuppelbau. Zahlreiche Glasfenster erhellen die verschieden temperierten Räume mit Tageslicht. Mit einem Lendentuch (Pestemal) bekleidet betritt der Gast zunächst den Vorbereitungsraum (Sogukluk). Wassergüsse und die hohe Luftfeuchtigkeit machen die Haut geschmeidig und bereiten sie auf die Waschung vor.

Nach einer Zwischenstation in einem noch wärmeren Dampfraum (Hararet) wartet dann im Hauptraum (Ovmalik) der Tellak, der den Gast etwa eine halbe Stunde lang auf einem beheizten Marmorstein behandelt. Zum Schluss folgt eine Entspannungsphase, in der dem Gast Tee oder kalte Getränke gereicht werden.

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