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Gesichtsmassagen pflegen die Haut und machen optisch jünger

Zu einem verwöhnenden Wellness-Programm gehört neben Sauna und Dampfbad auch eine Gesichtsmassage. Moderne Spa-Einrichtungen bieten entsprechende Behandlungen gegen Aufpreis an, die klassische Alternative ist der Besuch eines Kosmetikstudios: "Eine Gesichtsmassage pflegt die Haut und wirkt zudem ausgesprochen entspannend", sagt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Kosmetiker/innen in Düsseldorf.

Langfristig könne sich optisch sogar ein gewisser Verjüngungseffekt einstellen. Voraussetzung ist laut Ferdinand allerdings, dass man sich regelmäßig kosmetisch behandeln lässt. Zudem müsse der Kunde zu Hause "mitarbeiten", sein Gesicht also auch vor dem Spiegel reinigen und eincremen: "Es ist wie bei einem Lederschuh. Auch an dem haben Sie nur länger Freude, wenn Sie ihn immer wieder mit Schuhcreme pflegen und sorgsam behandeln", erklärt die Kosmetikerin.

Wer zum ersten Mal ein Behandlungsstudio besucht, sollte sich 90 Minuten Zeit nehmen, Folgesitzungen dauern etwa eine Stunde. Je nach Behandlungsumfang und -art variieren die Preise für eine Gesichtsmassage, durchschnittlich kostet die Minute ein Euro. Zunächst begutachtet der Kosmetiker den Kunden nach dessen Hauteigenschaften, etwa nach Empfindlichkeit und Spannkraft. Auch mögliche Allergien oder die Einnahme von Medikamenten sollte zur Sprache kommen.

Die Reinigung der Haut steht am Anfang der eigentlichen Behandlung. So kann der Kosmetiker die Haut besser auf etwaige Verunreinigungen oder Irritationen untersuchen. Mit einer Peelingcreme entfernt er abgestorbene Hautzellen. Danach kommen warme Kompressen oder ein Wasserdampfgerät - das sogenannte Vapozon - zum Einsatz: Durch die warme Befeuchtung öffnen sich die Hautporen, was die Ausreinigung von Pickeln und Mitessern einfacher macht.

Um die gereizte Haut zu beruhigen, legt der Kosmetiker anschließend eine Gesichtsmaske auf, die er etwa 15 bis 20 Minuten einwirken lässt. Die eigentliche Massage rundet die Sitzung ab: Der Spezialist trägt eine Pflegelotion auf und massiert sie mit kreisenden Bewegungen langsam in die Haut ein. Häufig kommt es vor, dass der Massierte bei dieser verwöhnenden Prozedur einschläft: "Gute Kosmetiker halten daher auch keine Vorträge, sondern lassen ihre Kunden bei entspannender Musik dahindösen", betont Ferdinand.

Sie rät, eine Gesichtsmassage grundsätzlich von qualifiziertem Personal durchführen zu lassen. "Eine einjährige Ausbildung sollte ein Kosmetiker schon haben", sagt die Expertin. Häufig treffe man auf vermeintliche Fachkräfte, die in einem dreitägigen Crash-Kurs angelernt worden seien. "Andere nennen sich Diplomkosmetiker, obwohl es diesen Titel gar nicht gibt", warnt Ferdinand. (ddp)

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