Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst
Zwölf junge Fotografen auf Mustersuche
Seit 2004 fördern Josefine Raab und Stefan Becht junge in Privatinitiative Nachwuchsfotografen. Zwölf Preisträger ihres jährlichen Wettbewerbs „gute aussichten“ zeigt jetzt das Museum für Angewandte Kunst. Ihre Arbeiten beschäftigen sich –passend zum „Jahr der Architektur“ – mit von Menschen geschaffenen Strukturen und Texturen, die unser Dasein prägen. „Mustererkennung“ ist dann auch der Titel der Ausstellung.Die Bandbreite der Themen ist weit gespannt, wobei es nicht um „klassische“ Architekturfotografie geht. Oft haben sich die Studenten in ihren prämierten Abschlussarbeiten jahrelang damit beschäftigt. Da ist etwa Shigeru Takato, der weltweit menschenleere Fernsehstudios fotografiert hat und so – auch am Beispiel der Kölner „Sportschau“ – hinterfragt, wie Informationen zwischen heimeliger Plüschkulisse oder kaltem Technik-Interieur „verkauft“ werden. Ähnlich angelegt ist die Serie der „Tafelbilder“ Philipp Goldbachs aus den Hörsälen deutscher Universitäten.
Sonja Kälberer verwandelte Wohnzimmer in plastik-glitzernde, geheimnisvolle Grotten. Und das französische Observatorium auf den Fotos von Margret Hoppe wirkt mindestens genau so außerirdisch wie das Weltall, das von hier aus beobachtet wurde. Fszinierend auch Montagen, Collagen und Übermalungen. Eine spannende Ausstellung, die zeigt, was neben massenhafter Digitalfotografie auch möglich ist. (js)
„gute ausssichten_mustererkennung“ – bis 14. Oktober 2012, Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, 50667 Köln, Tel. 0221 / 22 12 67 35, Di-So 11-17 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat 11-22 Uhr, Eintritt Sonderausstellung: 6/4 Euro, Kombiticket mit Dauerausstellung: 9/7 Euro
(Erstellt am 17. August 2012 - 13:20 Uhr; aktualisiert 18. August 2012 - 10:34 Uhr)
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