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111 Kölner Kneipen

Weißer Holunder - Fifties-Charme und Veedelskneipe

Der Weiße Holunder in der Innenstadt ist alles in einem: Kleinkunst- und Musikbühne, stimmungsvoller Spielsalon für Billard- oder Skatturniere sowie eine wunderschöne Nachbarschaftskneipe. Dank des Originalinterieurs und einer musealen Gestaltung gibt es eine Zeitreise in die 50er Jahre.

Der Autor dieses Textes war im Jahr 1998 Kneipenschreiber des Weißen Holunder, und das bedeutete: ein Jahr lang einmal die Woche Freibier inklusive einem Essen. Sensationell, einen angenehmeren Literaturpreis kann man sich kaum vorstellen.

Und dieser Wettbewerb steht zugleich exemplarisch für den Einfallsreichtum des Wirtsehepaars Margot und Karl Schiesberg. Der Holunder ist alles in einem: eine Kleinkunst- und Musikbühne, auf der mal kommunistische Kampflieder, mal kölsche Krätzchen dargeboten werden; ein stimmungsvoller Spielsalon für ausgedehnte Billard- oder Skatturniere; und zu guter Letzt: eine wunderschöne Nachbarschaftskneipe, in der man immer ein paar Kölsch mehr trinkt, als man ursprünglich vorhatte.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund und Thilo Schmülgen (Fotos).
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Seine Pforten öffnete das Lokal an der Gladbacher Straße im Februar 1991. Schon seit den 1920er Jahren hatte in denselben vier Wänden die »Gaststätte Schumacher« existiert, eine traditionelle Eckkneipe. Als die Schiesbergs hier den Zapfhahn übernahmen, war vom alten Charme jedoch nicht viel geblieben. Diverse Verschlimmbesserungen der 1980er mussten entsorgt werden, bevor der Holunder sein heutiges Gesicht bekam.

Bärenfang, Eckes Edelkirsch und Schwarzer Kater

Original erhalten blieb etwa die Glasabtrennung zwischen Theke und Saal, während die Wände mit einer beinahe schon museal anmutenden Sammlung von 50er-Relikten geschmückt wurden: Küchenutensilien, antike Radios, historische Fotos zeitgenössischer Filmgrößen und vieles mehr. Und damit man die Fifties auch trinken kann, stehen hier Schnäpse wie Bärenfang, Eckes Edelkirsch und Schwarzer Kater im Regal.

Herzstück des Kneipeninterieurs ist jedoch bis heute die Rock-Ola-Musikbox. Tag für Tag stimmt sie die Gäste mit einem alten Schlager von  auf den Abend ein. Er erschien erstmals im Dezember 1956 und sollte zum größten Hit der Sängerin werden. 26 Wochen hielt er sich in den Charts, und 35 Jahre später wurde eine Kneipe nach ihm benannt: »Weißer Holunder«.

Mehr zum Weißen Holunder im koeln.de-Gastroführer

Adresse Gladbacher Straße 48 | Tel. 0221/510 10 18 | www.weisser-holunder.de | Öffnungszeiten Mo–Fr ab 16, Sa u. So ab 11 Uhr | ÖPNV Bahn 12, 15, Haltestelle Christophstraße/Mediapark | Sonstiges Kleine Speisen

Die Serie auf koeln.de: 111 Kölner Kneipen, die man kennen muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos), erschienen im Verlag Emons. Dieses Buch jetzt kaufen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

(Erstellt am 8. Mai 2012 - 13:10 Uhr; aktualisiert 30. Oktober 2012 - 11:35 Uhr)


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Kommentare

immer diese

immer diese "nicht"-raucher.
sollen die sich doch halt die kneipen / locations aussuchen, wo NICHT gequalmt wird. es zwingt sie ja keiner, dort zu sein, wo geraucht wird.
und bevor man sich nun auf mich einschießt: ich habe jahrelang geraucht. seit knapp 6 jahren nun nicht mehr und ich gehe dahin, wo es mir gefällt. egal, ob räucherstübchen oder klarebrise!!!

Eben: Es zwingt mich keiner,

Eben: Es zwingt mich keiner, dort hin zu gehen. Ich gehe freiwillig nicht dort hin, weil ich mich dem Rauch nicht aussetzen will. Wo liegt da für Dich das Problem? In meinem konsequenten Verhalten?

Der WH ist eine nette

Der WH ist eine nette Location, aber unverständlicherweise nicht rauchfrei. Solange wie da weiterhin gequalmt wird, bleibe ich der Gaststätte fern (wie viele andere ehemalige Gäste übrigens auch).
Schade, eigentlich.

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