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Einsingtour gestartet

"Loss mer singe" sucht den Kneipenhit der Session

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"Loss mer Singe" tourt seit über 10 Jahren durch die Kölner Kneipen, stellt die neuen Lieder der Karnevalssession vor und lädt zum Mitsingen ein. Beim ersten Termin der Einsingtour 2014 im Lapidarium haben wir uns einen Überblick über die neuen Lieder verschafft.   

Als Georg Hinz irgendwann um die Jahrtausendwende seinen Freundeskreis in die Küche geladen hatte, um alle auf den gleichen Stand der aktuellen Karnevalslieder zu bringen, ahnte er noch nicht, was für eine Welle er damit lostrat. Ausgestattet mit Zetteln, auf denen der Refrain der besten Neustarts der Session abgedruckt war, testete er vor den jecken Tagen zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag, welche Lieder Potential haben, es in die Dauerrotation der Kneipen zu schaffen.

Alle Termine zu "Loss mer Singe" 2014

Am Mittwoch startete "Loss mer Singe", mittlerweile eine feste Institution im Kölner Karneval, in die 14. Runde - traditionell im Lapidarium am Eigelstein. Nur zwei Gäste waren zum ersten Mal beim Einsingen, wie Georg Hinz, immer noch Moderator der Tour, beim "Zielgruppen-Checkup" feststellen konnte. Dabei sind die meisten aus Ehrenfeld, der Schäl Sick oder der Südstadt angereist. Wie im Lapidarium wird in den nächsten Wochen in vielen Kölner Kneipen, aber auch bei kurzen Abstechern im Umland sowie in Berlin und München wieder vor großem Publikum der beliebteste Karnevalshit der Session ermittelt.

Zählten zu Beginn der "Loss mer Singe" - Geschichte noch die Hauptakteure des Karnevals - Brings, die Höhner, Tommy Engel oder die Bläck Fööss - zu den Gewinnern, sahnen seit zwei Jahren die Newcomer der Szene ab. 2012 konnten Kasalla sich mit "Pirate" durchsetzen, 2013 schafften die jungen Männer von Cat Ballou mit "Et jitt kein Wood" den ersten Platz - ein Lied, indem sie nicht nur die Stadt Köln, sondern auch die Tradition um das kölsche Liedgut wunderbar beschreiben und zusammenfassen:

"Et jitt dausend schöne Leeder
In jedem steck' jet wohres drin
Doch et jeiht unendlich wigger
Denn et es nie zu off jesaht"

Und genau das fällt auf, wenn man die 20 vorab gewählten Titel für die Einsingtour 2014 näher begutachtet. Aus über 300 Liedern hat das Loss mer Singe-Team wieder eine augewogene Mischung zusammengestellt: Neben den altbekannten Karnevalsbands wie den Paveiern ("Dat weed ne schöne Daach"), Brings ("Kölsche Jung"), den Höhnern (Das geht nie vorbei") und den Bläck Fööss ("Mir wolle niemals erwahse weede") haben es die Vorjahressieger von Cat Ballou gleich mit zwei Titeln auf die Liste geschafft. Während die kölsche Boyband mit "Ming Stadt" ein bisschen zu bemüht wieder eine Lobeshymne auf unsere Stadt loslässt, kommt "Hück steiht die Welt still" mit neuem Ohrwurmpotential daher und landete bei der Abstimmung prompt auf Platz 3 - allerdings fast punktgleich mit vier weiteren Titeln.

Auch die Klüngelköpp ("Jedäuf met 4711", "Loss mer singe") haben sich mit zwei Titeln qualifizieren können und sicherten sich mit der Erkenntnis, dass alle Kölner mit 4711 getauft sind ("Mer bruche keine Zaubertrank, su wie Asterix") den 4. Platz. Auf Platz 5 schafften es Querbeat, die sich mit "Hück oder nie" in die Gefilde der Russendisko begeben. Ex-Paveier-Frontmann Micky Brühl erreichte mit "Zo Fooss noh Kölle jonn" den 6. Platz. 

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Brings und Kasalla

Bei der Premiere im Lapidarium, wo sich unter anderem auch Stephan Brings von Brings und Michael Kraus von Cat Ballou unter die Kneipengäste mischten, kristallisierte sich aber auch an der Spitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen heraus: Brings, die den Loss mer Singe-Sieg schon vier Mal (2002, 2004, 2008 und 2009) einheimsen durften, standen bei der Abstimmung am Eigelstein mit Kasalla, dem Sieger von 2012, beinahe gemeinsam auf Platz 1. Kasallas Siegestitel "Kumm mer lääve" handelt von der Lebenslust der Kölner, die an Karneval bekanntlich besonders ausgeprägt ist. Passend dazu haben Kasalla ein selbstironisches Video gedreht (siehe unten), in welchem die Band selbst, mittlerweile im Altersheim untergekommen, noch einmal leben möchte: Sie schleichen sich aus dem Heim, rauben die Dünnwalder Volksbank aus und flüchten auf dem Weg zu einer Party vor der Kölner Polizei.

Wer sich bei Loss mer Singe letztendlich durchsetzen wird, ist noch völlig offen und kann nach einem Termin sicher noch nicht gesagt werden. Der Auftakt im Lapidarium hat aber wieder Mal gezeigt, dass bei "Loss mer Singe" viel geschunkelt, gehüpft und mitgesungen werden darf, ja sogar Platz für eine Polonaise ist. Doch wie schon in den Vorjahren gilt, dass besagter Platz leider nicht für alle ausreicht: Wer kann, sollte sich vorab Einlasskarten reservieren oder aber früh in die Schlange stellen - damit dass mit dem Einsingen auch reibungslos klappt. Um die Planung zur erleichtern, haben wir für Euch die Termine aufgeführt. Wer schon mal üben möchte, kann sich auf der Loss mer Singe-Seite den Einsingzettel (PDF) herunterladen.



Fotos: Loss mer singe und Izabela Koza)

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