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Branche trifft sich in Köln

Süßwarenmesse: Heuschokolade und andere Verführungen

Heuschokolade, Milchkonfitüre und Kneipp-Gebäck: Mit immer neuen Produkten versucht die deutsche Süßwarenindustrie, den zuletzt nachlassenden Appetit der Bundesbürger auf Naschwerk wieder wach zu kitzeln. Präsentiert werden die in der Regel kalorienreichen Versuchungen ab Sonntag auf der Internationalen Süßwarenmesse in Köln.

Von Erich Reimann

Bildergalerie: Internationale Süßwarenmesse 2011

Die Branche ist ein wenig nervös. Denn Deutschland ist zwar "Süßwarenexportweltmeister". Doch die Bundesbürger selbst verloren zuletzt nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) etwa die Lust an Schokolade, Keksen und Gummibärchen. Der Inlandsumsatz der Branche sank 2010 trotz allgemein steigender Konsumlaune um knapp ein Prozent auf etwas weniger als neun Milliarden Euro. "Warum, wissen wir aber nicht. In der Regel spielt das Wetter beim Griff zu Süßwaren eine wichtige Rolle", berichtete kürzlich der BDSI-Viezechef und Katjes-Mitgesellschafter Tobias Bachmüller.

Die Branche versucht, mit viel Fantasie gegenzusteuern. Vor allem die Chocolatiers scheinen in ihrer Innovationslust kaum zu bremsen. So gibt es auf der Internationalen Süßwarenmesse nicht nur Schokolade mit karamellisierten Heu-Kräutern, sondern auch Kraut-Schokolade mit süßen Zwiebeln, Rot- und Sauerkraut. Fast schon bodenständig angesichts solcher Experimentierfreude wirkt da das Angebot eines anderen Hersteller, der seinen Kunden Schokolade mit Oliven offeriert.

CO2-neutrale Schokolade für Umweltbewusste

Doch auch Gesundheit ist ein großes Thema auf der Süßwarenmesse. So gibt es Kneipp-Gebäck "aus natürlichen und ballaststoffreichen Zutaten" und gluten-, lactose- sowie milchfreie Backmischungen für Allergiker. Für Umweltbewusste wird außerdem CO2-neutrale Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Sogar ein toskanischer Käsehersteller hat den Weg in die Kölner Messehallen gefunden. Sein Angebot: Pecorino e Cioccolato, Schafskäse mit Schokolade.

Gut 30,5 Kilogramm Süßwaren konsumierte jeder Bundesbürger durchschnittlich im vergangenen Jahr - und gab dafür knapp 110 Euro aus. Doch immer wichtiger für die deutschen Hersteller wird der Export. Er macht inzwischen fast 45 Prozent der Produktion aus und sicherte den Süßwarenproduzenten im vergangenen Jahr trotz der Zurückhaltung der deutschen Verbraucher noch ein leichtes Wachstum.

Vor allem deutsche Schokolade wird im Ausland immer beliebter. Zwischen Januar und Oktober 2010 stiegen nach Angeben des Statistischen Bundesamtes die Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,9 Prozent auf 895 Millionen Euro. Die Schokoladen-Exporte waren damit fast dreimal so hoch wie die Importe.

Sorgen bereitet der Branche allerdings der dramatische Anstieg der Rohstoffkosten: Egal ob Kakao, Weizen, Zucker, Butter oder Fette - fast alle für die Süßwarenherstellung benötigten Produkte haben sich in den vergangenen Monaten drastisch verteuert. Der Schokoriegelhersteller Mars hat deshalb nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" bereits "moderate" Preiserhöhungen angekündigt.

Bildergalerie: Internationale Süßwarenmesse 2011

dapd/re/pon /4

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