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"Sonnenaufgang" in Köln

Shakira glänzt mit Stimme und weiblichen Reizen

Auf ihrer "Sale el Sol (Sonnenaufgang)"-Tour begeisterte Shakira die ausverkaufte Lanxess-Arena. Die Südamerikanerin bot abwechslungsreichen Rock-Pop fürs Ohr und eine sexy Show fürs Auge.

Von Helmut Löwe

Kolumbien, Kolumbien? Mit dem südamerikanischen Staat verbindet man meist nicht viel. Möglicherweise die Drogenkartelle von Medellin, als Sportfreund ist einem der Fußballer mit der abenteuerlichen, blondierten Löwenmähne, Carlos Valderrama, ein Begriff. Doch halt, kommt aus Kolumbien nicht auch Shakira, der zur Zeit nicht nur musikalische Hauptexport des Schwellenlandes? Richtig - und genau diese ist momentan auf ihrer „Sale el Sol (Sonnenaufgang)“-Tour unterwegs, auf der sie am Samstagabend auch Halt in der Kölner Lanxess-Arena machte.

Bildergalerie: Shakira auf "Sale el Sol"-Tour

Die zierliche Sängerin mit blondiertem Haar kommt nicht einfach so auf die Bühne gestürmt, nein, sie bahnt sich in einem Ensemble aus rosa Tüll ihren Weg durchs Publikum und wirft Kusshände. Kein Wunder, dass bei so einem fannahen Beginn des Auftritts die Stimmung im mit etwa 15.000 Zuschauern ausverkauften Henkelmännchen von Anfang an  ausgelassen ist. Und als sich Shakira Isabel Mebarak Ripoll, wie ihr bürgerlicher Name lautet, ihre Bonbonverpackung vom Leib reißt, steht sie so auf der Bühne, wie man sie kennt und man es von ihr erwartet: bauchfrei, in knallengen Leggins und goldenem Glitzertop versprüht sie eine Menge Erotik.

Weibliche Reize gelungen eingesetzt

So etwas freut auch die vielen Väter, die ihre minderjährigen Töchter aufs Konzert begleiten - dürfen. Denn anders als zum Beispiel bei einem Tokio-Hotel-Auftritt kann dieses mal von Müssen kaum die Rede sein. Weil Shakira sehr wohl weiß, wie man nicht nur Stimme, sondern auch weibliche Reize gelungen einsetzt: Sie schlängelt sich um den Mikrofonständer, räkelt sich lasziv auf dem Boden und blickt sinnlich in die Kameras, die das Geschehen auf drei große Leinwände übertragen. Von ihrem gekonnten Hüftschwüngen ganz zu schweigen. Während des knapp zweistündigen Konzertes wechselt Shakira ein ums andere Mal zwischen erotischem Vamp und sportiv-ausgelassener Kindfrau, die man dem nur 1,57 Meter großen Leichtgewicht trotz ihrer 33 Jahre abnimmt.

Die durch und durch choreographierte Show lässt nur wenig Platz für Spontaneität, nahezu jede Tanzbewegung, jede Geste sitzt. Kein Wunder, sagt Shakira doch selbst im Interview, dass sie ein logischer und analytischer Mensch ist und selten unbedachte Sachen macht. Doch in so manchem Moment lacht sie unverblümt auf und es blitzt bei ihr durch, dass sie nicht nur der fast perfekte Showstar ist, sondern eine junge Frau, die verdammt viel Spaß mit ihrer Musik hat. Und solche Augenblicke machen Shakira sympathisch.

Waka Waka weckt WM-Erinnerung

Ihre technisch versierte und internationale Band begleitet sie durch 19 Songs, die durchaus ein breites musikalisches Spektrum abdecken: ein dancefloorlastiges „Las de la Intuicion“, „Gordita“ im Dub-Sound-Gewand oder orientalische Klänge bei „Ojos Asi“. Das Zigeunerlager allerdings, dass die Musiker am Ende des Laufsteges improvisieren, der etwa 15 Meter hinein ins Publikum ragt, wirkt ein wenig zu bedeutungsschwanger: So wirklich nimmt man Shakira das Zigeunermädchen nicht ab, das ein Cover von Metallicas „Nothing Else Matters“ intoniert. Diesen Song sollte sie doch lieber James Hetfield und seinen Kollegen überlassen, der Titel kommt mit verzerrten Gitarren nun einfach mal besser und ehrlicher rüber.

Überbordender Jubel braust bei den großen Hits der kleinen Südamerikanerin auf. Bei Liedern wie „Whenever, Wherever“, „Loca“, „She Wolf“ oder „Hips Don’t Lie“ tanzt man nicht nur im Innenraum sondern auch hin und wieder auf den meist eher ruhigeren Sitzplätzen. Bei „Waka Waka“, das um kurz vor 23 Uhr den Abend beendet, kocht die Arena richtig auf, ein wenig WM-Begeisterung kommt noch einmal hoch und ein bisschen geht, passend zum Namen der Tour, die Sonne auf. Und der ein oder andere hat dann vielleicht nicht nur an Shakira im Kopf, sondern erinnert sich womöglich noch mal an den löwenmähnigen Valderrama. Aber wenn, dann nur kurz.

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