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"Bauer braucht Sau"

Millowitsch parodiert Schönheitswahn und Finanzkrise

"Bauer braucht Sau" heißt die neue Komödie von Peter Millowitsch und Barbara Schöller. Die Parodie auf den Schönheitswahn, die Finanzkrise und überflüssige Fernsehsendungen lässt immer wieder aktuelle Geschehnisse durchscheinen - sehr zur Belustigung des Publikums. Am Donnerstagabend  feierte das Stück im Millowitsch Theater Premiere.

Bildergalerie: Bauer braucht Sau

Am Donnerstagabend nach dem zweiten und letzten Akt schauten die Darsteller der neuen Millowitsch-Komödie in lachende Gesichter und auf klatschende Hände. Bei der Premiere von "Bauer braucht Sau" ist kaum ein Auge trocken geblieben. Der Traum von ewiger Jugend,  fragwürdigen TV-Sendungen und Castingshows werden hier auf die Schippe genommen. Im Zentrum steht "Bauer sucht Frau". Hier wollen Ludwig (Claus Janzen) und Klara Esch aus Oppenheim (Heike Schmidt) ihren Vater, Bauer Anton anmelden, um seine Stimmung wieder zu heben. Seit einger Zeit betrauert Anton Esch (Peter Millowitsch) den Tod seiner Lieblingssau Monika, deren Leben nach dem Verzehr von Ludwigs Anti-Aging-Frikadellen ein unschönes Ende bereitet wurde: Sie wurde immer fetter, bis sie schließlich platzte. Ludwig war auf das Verjüngungsmittel eines chinesischen Shao-Lin-Mönchs gestoßen und hatte damit herum experimentiert.

Nichtsahnend aß auch Ludwigs Freundin Monika (Melanie Steffens) von den Frikadellen und legt daraufhin ebenso an Gewicht zu. In der Befürchtung, ihr drohe das gleiche Schicksal wie dem Schwein, forscht Ludwig fieberhaft nach einem Gegenmittel. Währenddessen schlagen Anton und Tochter Klara, deren Lippen seit einer Botox-Behandlung einem Schlauboot ähneln, sich mit einer gewissen Frau Josefine Ackermann (Carmen Heibrock) von der Kölschen Bank herum. Frau Ackermann will den Hof versteigern, da Anton seit seiner Verschätzung an der Börse bei der Bank in der Kreide steht.

Phantasievolle Geschichten und komplexe Rollentausche

Ackermann bekommt Wind von den Frikadellen, deren Nebenwirkungen sie nicht kennt und wittert das große Geschäft. Sie will gleich einen Fond auflegen, der zumindest die finanziellen Probleme der Familie Oppenheim lösen würde. Das Ganze gestaltet sich allerdings schwierig, da sie darauf besteht, den chinesischen Heiler kennen zu lernen, der das Wundermittel erfunden hat. Dummerweise hält Anton den kurz darauf auftauchenden RTL-Redakteur (Dimitry Alexandrov) für einen Exhibitionisten und gerät damit in zusätzlichen Trubel. Mit phantasievollen Geschichten und komplexen Rollentauschen versucht schließlich jeder jedem etwas vorzumachen. Klar, dass das nicht lange gut geht.

Die überzeichneten Figuren lenken erfolgreich von den zeitweise eintönigen Witzen ab. Gerade im zweiten Teil punktet die Geschichte, indem sie immer wieder aktuelle Geschehnisse durchschimmern lässt. Sie versteht es, mit einem Augenzwinkern und Geschick Oppenheim Esch, den Botox-Trend,  Banker Ackermann und Co. auf den Arm zu nehmen. Auch die Anspielungen auf Reality- und Castingshows sind durchaus treffend. Millowitsch kritisiert mit "Bauer braucht Sau", dass heute "normale Menschen keinen Unterhaltungspotenzial haben" und so entsteht eine Karikatur des aktuellen TV-Programms. (km)

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