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Rockikonen in der Arena

Queen, gigantische Rockmomente und Kitsch

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Von ihnen stammen einige der größten Rocksongs der Geschichte: Queen. Zusammen mit Sänger Adam Lambert standen 50 Prozent der Gründungsmitglieder (May und Taylor) in Köln auf der Bühne und wurden von 15.500 Fans gefeiert.

Sind Queen ohne Freddie Mercury wirklich Queen? Diese Frage stellt man sich als Musikliebhaber und Fan der Band, deren außergewöhnlicher Sänger 1991 an Aids starb, immer wieder. Die Band selbst, beziehungsweise die beiden letzten verbliebenden Mitglieder, Gitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor, beantworten die Frage danach auf Ihre Art und Weise: Ja, Queen sind Queen, aber heutzutage Queen und Adam Lambert.

2009 sang Lambert gemeinsam mit den Mitgliedern von Queen  "We Are The Champions" im Finale von American Idol. Von der gesanglichen Leistung Lamberts waren May und Taylor offensichtlich so beeindruckt , dass man sich zur Zusammenarbeit entschloss und im Herbst 2013 entschied, gemeinsam auf Tour zu gehen. Tja, und da ist man nun, am 29. Januar 2015 in der Kölner Lanxess-Arena, gibt das erste von sechs Deutschlandkonzerten. Und das vor ausverkaufter Halle.

Variantenreiche Stimme Lamberts

15.500 Zuschauer sind gekommen, um sich zeitlose Rocksongs anzuhören und sich davon zu überzeugen, dass Lambert wirklich so gut singt, wie in den Medien zu lesen ist. Und genau das tut er; der 33-Jährige, der vom Alter her gut der Sohn des 67-jährigen Mays und des 65-jährigen Taylors sein könnte, besticht durch eine variantenreiche Stimme in hohen und tiefen Tönen. Kein Patzer ist zu hören, wenn er solche Lieder wie "Who wants to live forever" oder "Bohemian Rhapsody" singt, die von der Vokalkunst getragen werden. Da haben die ausgezeichneten Musiker May und Taylor einen guten Griff getan, ein musikalisches Pendant gefunden.

Bildergalerie: Queen & Adam Lambert 2015 in der Lanxess-Arena

Die Bühnenpräsenz Lamberts allerdings ist gewöhnungsbedürftig. Aufreizend stolziert er von links nach rechts und über den Laufsteg, gibt sich betont lasziv und gestaltet sein Bühnenspiel hochgradig sexuell. Bekleidet mit Leder, Nieten und Fransen hätte es lediglich einer Mähne bedurft und Lambert wäre als idealer Frontmann einer Hair-Metal-Band durchgegangen. Ist das womöglich nicht zuviel des guten? Wirkt das nicht zu sehr geschauspielert? Kann schon sein, die Fans aber stören sich nicht daran, sondern genießen die bestechende akustische Fertigkeit, die den außergewöhnlich sauberen Sound in der Arena einschließt.

Kitsch, der nicht sein muss

Die Fans scheinen sich auch nicht an einigen überaus kitschigen Momenten zu stören. Zum Beispiel wenn mehrfach ein Video den seit 23 Jahren toten Mercury  in die Halle bugsiert, Lambert mit seinem Videopendant Duett singt und May sich zwischenzeitlich tatsächlich in einen goldenen Umhang wirft, während im Hintergrund die Köpfe Mercurys, Mays, Taylors und John Deacons (der ehemalige Queen-Bassist zog sich aus dem Musikgeschäft zurück) im Video zu "Bohemian Rhapsody" zu sehen sind. 

Dabei können alle Protagonisten auf der Bühne eindeutig viel, viel mehr als eine Art "Freddie-Mercury"-Gedächtnisabend" zu bestreiten. Ein außergewöhnliches Schlagzeugsolo endet in einem gekonnten Trommeldialog zwischen Roger und seinem Sohn Rufus Taylor, der als zweiter Perkussionist und Schlagzeuger mit an Bord ist. Mays zehnminütiges Solo macht deutlich, dass Gitarrensoli auch dann beeindruckend sein können, wenn sie die Geschwindigkeit einfach mal außen vorlassen. Und der Moment, in dem May bei "Love of my Life" den Gesang einstellt, weil ein Chor aus 15.500 singt, ist aufwühlend.

Zwei Stunden lang packen Queen ihre Hits rockiger, bluesiger, poppiger Art aus. Und lassen dabei einiges unter den Tisch fallen, das sich mancher im Publikum wohl gewünscht hätte. Aber seien wir doch ehrlich: Alle großartigen Titel Queens, alle Hits der Briten in einem einzigen Konzert - da säßen Musiker und Fans am nächsten Morgen noch beisammen. Wie gut dann doch, dass gegen 22:20 Uhr die letzten Klänge von "We are the Champions" durch die Arena hallen und die Zuschauer sich begeistert und beseelt auf den Heimweg machen können.

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