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Flirt mit dem Mönch bringt "besonderen Kick"

Pirat sucht Nonne: Kostüme mit Flirtfaktor

Köln (ddp-nrw/ol). In Kölns größtem Karnevalsdiscounter sind drei junge Frauen in der Krise. "Wir sind am Samstag zu einer Karnevalsfete eingeladen und haben noch kein Kostüm", jammern Fiona, Sarah und Isabel unisono. Wirklich bekleidet sind die drei Realschülerinnen auch knapp eine Viertelstunde später nicht. Aber mit den frisch erstandenen Kostümen als nabelfreie Haremsdamen wollen sie auf der Karnevalsfete die männlichen Jecken bezirzen.

"Karneval, das ist immer auch flirten und bützen", weiß eine der Verkäuferin. Der bislang ausgesprochen milde Winter ermuntere, im jecken Treiben etwas mehr Haut zu zeigen als bei Minusgraden. Schon seit Weihnachten sorgt das zweigeschossige Fachgeschäft im Kölner Süden für lange Verkehrsstaus, die ungewöhnlich kurze Session hat die Jecken früh in hektische Betriebsamkeit versetzt. Auch die anderen Karnevalsgeschäfte im Großraum Köln haben ihr Personal jetzt mit stresserprobten Saisonkräften aufgestockt. Seit dem Jahreswechsel wird in Ballsälen, Mehrzweckhallen und Festzelten geschunkelt, angesichts des nahenden Straßenkarnevals nimmt in diesen Tagen das Gedrängel noch zu.

Kostüm-Klassiker wie Clowns, Cowboys oder Polizisten gehen reichlich über die Ladentheke. Ein unerwartetes Comeback erlebte das traditionsreiche Kostüm des Lappenclowns, wohl weil es in seiner Gestaltung an das neue Fenster von Gerhard Richter im Kölner Dom erinnert.

Immer wieder beliebt sind auch Verkleidungen als Nonnen oder Mönche. Kostüme mit Signalwirkung, wie eine Verkäuferin überzeugt ist. "Es hat schon was Besonderes, wenn jemand im frommen Gewand in der Kneipe Kölsch oder Schabau (Schnaps) trinkt. Und wenn man mit so jemandem flirtet, hat das schon einen besonderen Kick."

Hoch in der Beliebtheitsskala rangiert seit einigen Jahren auch die Kostümierung als Pirat, dem Kino-Erfolg "Fluch der Karibik" sei Dank. "Wenn die Typen darin doch auch wie Johnny Depp aussehen würden", seufzt Fiona an der Kasse.

Ein Piraten-Outfit ist inzwischen je nach Verarbeitung für zwischen 30 und 50 Euro zu haben. Die karnevalistische Grundausstattung kann allerdings auch richtig ins Geld gehen. So wird die mit Brokat handbestickte Schiffchenmütze eines jecken Würdenträgers schon mal für bis zu 200 Euro verkauft. "Die ist ja quasi Teil der Abendgarderobe - so wie ein Smoking", erläutert eine Verkäuferin.

Für die Massenkostümierung werden hingegen in der Regel günstige und leicht zu verarbeitende Kunstfasern verwendet. Die haben aber einen Nachteil: "Man müffelt schnell", räumt die Verkäuferin ein.

Ohnehin will die Wahl des Kostüms auch aus praktischen Gründen gut bedacht sein. Packt man sich in eine opulente Ganzkörper-Verkleidung, wie als Kuh, Elefant oder Känguru, schwitzt man bis zur Bewusstlosigkeit, wenn es nach dem Karnevalsumzug noch in eine überfüllte Kneipe geht.

Ist das Kostüm arg luftig, wie bei dem allseits beliebten "Leichten Mädchen" oder eben der Haremsdame, dann findet man sich bei kühlen Temperaturen mit einer Nierenbecken-Entzündung beim Urologen wieder. "Alles schon erlebt", berichtet die Verkäuferin.

Jecken wie der 17-jährige Marcel denken bei der Kostümwahl auch an die Zeit nach Aschermittwoch - und entscheiden sich für ein rotweißes Ringelhemd mit übergroßem Kölner Stadtwappen: "Damit kann ich auch zu den Heimspielen des 1. FC Köln gehen."

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