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Dem Karneval in die Seele geschaut

Neues Buch: „Karneval – wie geht das?“

Bücher über Karneval gibt es Dutzende. Warum also jetzt noch eins? Immerhin heißt der Autor Wolfgang Oelsner, der Psychologe, der sich wie kein anderer in der Seele der Kölner auskennt, nicht nur in deren närrischen Abteilung. Und so ist die Neuerscheinung „Karneval – wie geht das?“ durchaus etwas ganz Besonderes.

Ohne ein bisschen Geschichte und Völkerkunde geht es auch bei ihm nicht. Das schreibt er aber ganz unprätentiös und detailreich, besonders was die vielen Kölner Veranstaltungen betrifft – vom Sternmarsch bis zum Rosenmontagszug, von der Prinzenproklamation bis zu den alternativen Sitzungen.

Vor allem aber: Den „richtigen“ Karneval gibt es nicht, stellt er klar, wohl aber ganz viele Arten, ihn zu feiern. Doch egal ob im Frack oder als Lappenclown, ob offiziell oder alternativ: Es geht um einen „Umsturz“ der gesellschaftlichen Verhältnisse. Ein Brauch, der in vielen Kulturen geübt wird. Der aber – durchaus paradox – unterliegt wie der Karneval festen Regeln. Die wichtigste: Es gibt einen Anfang – Weiberfastnacht – und ein Ende, den Aschermittwoch.

Um den Kerngedanken des Karneval zu behalten, geht Oelsner auch auf Fehlentwicklungen ein. Zum Beispiel die zunehmende Kommerzialisierung oder das Überangebot an Sitzungen, die zu lang, zu teuer und im Programm oft kaum unterscheidbar sind. Auch auf die Nutznießer des Karnevals geht der Autor ein, insbeondere die Wirtschaft. Er beschreibt die Zusammenhänge zwischen Karneval und Politik, seine soziale Funktion. Besonders ausführlich geht er auf die Bedeutung der Karnevalsmusik als Kölner „Alleinstellungsmerkmal“ ein.

„Karneval – wie geht das?“ ist also kein Ratgeber für die Kostümwahl oder das richtige Verhalten im Straßenkarneval. Es ist neben der genauen – sowohl einfühlsamen wie kritischen – Beschreibung des aktuellen Zustand auch ein Appell, die Eigenart des Karnevals gegenüber anderen zeitgenössischen Unterhaltungsritualen zu verteidigen. In jeder Hinsicht lesenswert!

Angeregt wurde das Buch vom Festkomitee Kölner Karneval. Denn es hat einen Vorläufer mit gleichem Titel – allerdings für Kinder, geschrieben ebenfalls von Wolfgang Oelsner. Das aber wurde vor allem für Erwachsene gekauft. Nun kriegen die „Großen“ ihr eigenes Buch, das auch als E-Book erhätlich ist. Und von jedem verkauften Exemplar geht 1,11 Euro an das Festkomitee. Das will damit den Kinderkarneval fördern. (js)

Wolfgang Oelsner: „Karneval – wie geht das? Fastelovend kennen, verstehen, feiern“ – J.P. Bachem Verlag, Köln 2013, 192 Seiten, zahlreiche Fotos, vor allem von Joachim Rieger, 14,95 Euro

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