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Premiere von Fatal Banal

Mit Anti-Angst-Koffer zurück in die reale Welt

Von Jürgen Schön 
Wer nach dem Besuch von Fatal Banal 2015 ungetröstet in die reale Welt zurückkehrt, ist selber schuld. Die ist zwar schlecht genug – die Karnevalisten zeigen ausreichend Beispiele –, doch entlassen sie das Publikum mit einem Anti-Angst-Koffer, vollgepackt nach Kinderspielart. Das bedankt sich dafür mit berechtigtem langem Premierenbeifall. 

Zwischen Klamauk und bissiger Satire bewegt sich das gut dreistündige Programm (Pause inklusive). Die Primark-Kunden bekommen ihr Fett ebenso weg wie die Frauen auf der Massagebank, für die das neue Auto ebenso wichtig – oder unwichtig – ist wie Zivilcourage.
Der Bundeswehr fehlt es nur an technischer Ausrüstung, weil das Ausland besser für deutsche Waffen zahlt und der Macho-Türke Murat hat seine Schwierigkeiten mit deutschen Verkehrsregeln und seinem Vater, der Erdogan verehrt. Schließlich darf man der Steinigung von drei Frauen zusehen: „Das ist Scharia, wir sind doch zu Höherem geboren“, singen vier zottelbärtige Männer. Und einer erklärt klipp und klar: „Wir haben keinen Humor, wir töten ihn!“ 
Schantalls Mutter (Susanne Hermanns) verstrickt sich in undurchsichtige Online-Bankgeschäfte, die Millionen-Gewinne versprechen. Überhaupt die neue Technik: Die deutsche Bahn bietet ihren Kunden einen neuen Ticketautomatendienst an – dumm nur, dass die helfende Stimme (Sabine Putzler) mehr mit sich als den Kundenwünschen beschäftigt ist. Dass der Kauf eines Karnevalskostüms künftig mit Kostüm-, Schönheits-, Schunkel- oder Fisternöllchen-App abgewickelt wird, bleibt hoffentlich ein zum Lachen komischer Albtraum. 

Schunkeln ist gesundheitsgefährdend!

Karneval ist dann auch das zweite große Thema. Ein Professor entlarvt das Schunkeln als gesundheitsgefährdend: Es minimiert die Gehirnleistung und macht süchtig – das Publikum muss wohl unheilbar krank sein. Sherlock Holmes kann trotz messerscharfer Überlegungen den Tod des Nubbels nicht klären und dem Karnevalsverein Roggendorf-Thenhoven droht die Spaltung durch die Düsseldorfer Tataren – naja.
 
Bis auf diesen Sketch stimmen die Pointen auf den Punkt, Langeweile kommt im 14. „Fatal Banal“-Jahr nicht auf – auch dank „Präsi“ Christoph Stubbe, der in seinen Zwischenmoderationen für die Tagesaktualität sorgt und als Spieleanimateur das Publikum fest im Griff hat. Die Hausband „Six Jeck“ sorgt für die musikalische Stimmung. Neuling Michel Mardaga fügt sich nahtlos in das spielfreudige Team ein.

Ein Pappnase für den Heimweg

Ach ja: Im Anti-Angst-Koffer befanden sich am Ende der Premierensitzung auf Publikumswunsch eine Pappnase, eine Mütze, ein Kölsch, ein Fußball und ein Frikadellchen. Der Inhalt kann sich bei den künftigen Vorstellungen ändern. Bis zum Karnevalssonntag stehen noch 15 Auftritte im Bürgerzentrum Ehrenfeld an.

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