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"Acht Brücken"-Festival

Musikfestival erlaubt ersten Blick in neuen U-Bahn-Tunnel

Wann die ersten U-Bahnen zwischen Bonner Verteiler und Rathaus fahren werden, entscheidet sich am Dienstag bei der Ratssitzung. Musik darf aber schon im Tunnel gemacht werden. Und Freunde der elektronischen Musik können sich am Dienstagabend einen Eindruck verschaffen, was sie unterirdisch zwischen den Haltestellen Bonner Wall und Chlodwigplatz einmal erwartet.

Um 17 Uhr beginnt zwischen beiden Stationen das – schon ausverkaufte – Eröffnungskonzert des „8 Brücken“-Festivals für Elektronische Musik. Vier Musiker werden dabei die oberirdischen Straßengeräusche in ein „Hör- und Raumerlebnis der besonderen Art“ verwandeln.

Zunächst einmal erwartet die Zuschauer viel Staub – die Schuhe brauchen anschließend eine dringende Reinigung. Bei dem Weg vom Bonner Wall durch den 300 Meter langen Tunnel zum Chlodwig-Platz werden sie sich über die breiten Fluchtwege rechts und links wundern. Diese entsprechend den neuen Schutzbestimmungen. Würden sie nicht in der Mitte von einer auf die andere Seite der Gleise wechseln, wären sie ein idealer Radweg, mag mancher Radler angesichts der Enge auf der Bonner Straße denken.

Viel Platz erwartet die Konzertbesucher 17,30 Meter unter dem Chlodwig-Platz. 18,70 Meter breit ist der Bahnsteig zwischen den Gleisen, nur an den Haltestellen Severinstraße und Heumarkt wird es noch großzügiger sein. Grün schillert die Folie, in die der Aufzug verpackt ist. Durch ein Gittergeflecht geht der Blick nach oben in den Himmel. Noch ist nichts zu ahnen von der Malerei Katharina Grosses, die hier einmal die Wände zieren wird. Die Wege nach oben sind durch rotweißes Sicherheitsband abgesperrt.

Während der nördliche Teil der neuen Nord-Süd-Stadtbahn zwischen Dom/Hauptbahnhof und Rathaus/Alter Markt schon befahren wird, ist dies beim südlichen Teil noch unklar. Fest steht lediglich, dass die komplette Strecke erst nach der Beweissicherung der Einsturzstelle am Waidmarkt freigegeben werden kann. Hier stürzte am 3. März 2009 das Stadtarchiv und seine Nachbarhäuser in die Baugrube, zwei Menschen kamen dabei um.

Der Rat soll am Dienstagnachmittag entscheiden, ob zumindest die Teilstrecke vom Bonner Verteiler bis zum Kartäuser Hof oder gar zur Severinstraße freigegeben werden kann. Bezirksvertretung, Geschäftsleute, Bürgervereine und Stadtteilpolitiker wünschen sich dies nicht zuletzt als „Entschädigung“ für die Belastung durch die Bauarbeiten, unter denen die Anwohner der Severinstraße jahrelang aushalten mussten.

Nach Angaben der KVB würde die vorzeitige Eröffnung der südlichen Teilstrecke einmalige Investitionen in Höhe von 5,3 Millionen Euro kosten, der Fahrbetrieb weitere 6,3 Millionen Euro jährlich. Ein entsprechender Ratsbeschluss könnte bis 2015 umgesetzt werden.

Sollte die Strecke erst 2019 freigegeben werden können, würden sich die Unterhalts- und Bewachungskosten auf jährlich 1,6 Millionen Euro summieren. Kleine Absurdität am Rande: Um eine möglichst schnelle Freigabe zu ermöglichen, hat die KVB schon die Rolltreppen für die Haltestellen bestellt. Einmal eingebaut, müssen diese mehrmals im Jahr in Bewegung gesetzt werden, damit sie nicht einrosten. (js)

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