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Konzert im Palladium

Motörhead lassen das Rock'n'Roll-Maschinengewehr rattern

Lemmy, Phil und Mikkey sind eingefleischten Rockern besser als Motörhead bekannt. Das laute Rock'n'Roll-Trio machte auf seiner Motörizer-Tour im Palladium halt und pustete den Fans die Ohren so richtig durch.

Von Helmut Löwe

Für kleine Mädchen ist das nichts: Bierbecher, T-Shirts und Jeansjacken fliegen durchs Publikum, wilder Pogo verursacht Tumulte vor der Bühne, es ist ohrenbetäubend laut. Und zudem wird das Rauchverbot im fast ausverkauften Palladium gründlich missachtet. Ja, wenn Motörhead auf der Bühne stehen und ihr Rock'n'Roll-Maschinengewehr abfeuern, dann ist das was für echte Kerle.

Bildergalerie: Motörhead im Palladium

Denn echte Kerle stehen ja auch auf der Bühne: Das Trio mit Lemmy Kilmister am Bass, Phil Campbell an der Gitarre und Mikkey Dee am Schlagzeug gehört mit zu den dienstältesten Rockbands: Auf ihrer "Motörizer-Tour", die sie am Dienstagabend auf dem ersten von neun Deutschlandkonzerten nach Köln führte, feierten Motörhead die 25-jährige Zusammenarbeit von Lemmy und Phil, Mikkey mischt seit 1992 mit - Hut ab vor soviel Konstanz.

Die Band, vom früheren Hawkwind-Bassisten Lemmy ins Leben gerufen, existiert seit 1975. Seitdem ist Lemmy, bis zum Einstieg von Phil und Mikkey, mit wechselnden Mitmusikern im Auftrag des Rock'n'Roll unterwegs, den er auch auf der Bühne des Palladiums so unnachahmlich zelebriert: Ganz in Schwarz mit Cowboyhut steht er hinterm Mikroständer, brummelt mit zurückgeworfenem Kopf seine Texte ins Mikro und jagt wummernde Bassläufe durch die Anlage. Sein kongenialer Partner an der Gitarre schlurft scheinbar unbeeindruckt vom Lärm und den harten, schnellen, lauten Songs über die Bühne und lässt sein Instrument jaulen.

Ackern und Schwitzen an der Schießbude

Während die beiden eher so wirken wie zwei alte Seebären hinter ihrem Steuerrad, denen es vollkommen egal ist, dass sie vom Orkan umweht werden, entfacht Mikkey hinterm Schlagzeug einen unglaublichen Wirbelwind: Man sieht Trommelstöcke und Haare fliegen, es scheint beinahe so, als säße dort kein Mensch, sondern die mehrarmige Göttin Kali, die keine Gnade mit den Trommeln und Becken kennt. Wie ein vom Rhythmus Besessener ackert und arbeit der Blondmähnige an der "Schießbude" - wahrhaft beeindruckend.

Motörhead spielen sich quer durch die Bandgeschichte: Von "Stay Clean" und  Metropolis vom Album "Overkill" über "Going To Brazil" von "1916" bis hin zu "Rock Out" vom aktuellen "Motörizer" - einen zeitlichen Schwerpunkt gibt es nicht. Nach gut 90 Minuten Rock, Lärm und Energie verschabschieden sich Motörhead -  standesgemäß - mit einem "Overkill", der einen wegzupusten droht. Wenn der Mann hinter dem Mischpult ordentlich seine Hausaufgaben gemacht hätte, wäre ein guter Klang wohl auch drin gewesen. So verhindert ein Soundbrei die Note "Sehr gut".

Setlist:

- Iron Fist
- Stay Clean
- Be My baby
- Rock Out
- Metropolis
- Over The Top
- One Night Stand
- I Got Mine
- Cradle To The Grave
- In The Name Of Tragedy
- Just 'Cos You Got The Power
- Shoot 'em Down
- Going To Brazil
- Killed By Death
- Bomber
---------------
- Whorehouse Blues
- Ace Of Spades
- Overkill

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