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Öko, Fairtade, Secondhand

Nachhaltig und modebewusst in Köln shoppen

Es ist nicht einfach, sich modebewusst zu kleiden und gleichzeitig ein gutes Gewissen zu behalten. Nicht nur billige Modeketten, auch teure Designer lassen ihre Produkte unter fragwürdigen Bedingungen produzieren. Wir listen auf, in welchen Kölner Läden Modebewusstsein und gutes Gewissen Hand in Hand gehen.

Von Izabela Koza

Anfang Mai eröffnete die irische Billigmodekette Primark ihre weltweit viertgrößte Filiale in der Kölner Innenstadt. Der Aufschrei in den sozialen Netzen war groß: Viele riefen zum Boykott auf, andere versuchten, über unzumutbare Produktionsbedingungen aufzuklären; von Ausbeutung und Kinderarbeit war die Rede. Dennoch sind seitdem die braunen Tüten mit türkiser Schrift nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Und eines wurde in diesem Zusammenhang deutlich: Primark ist nur die Spitze des Eisbergs, andere (Ketten) sind da nicht besser.

Doch wo kann man in Köln und Umgebung ohne schlechtes Gewissen shoppen? Sicher, ein T-Shirt für 2,50 Euro gibt es nicht in den Kölner Läden, die sich auf ökologische, biologische, fairtrade gehandelte und/oder nachhaltige Ware spezialisiert haben. Trotzdem gibt es viele Gründe, ein paar Münzen mehr in die Hand zu nehmen - nicht zuletzt für die eigene Gesundheit.

Auch die Ladeneinrichtung ist nachhaltig

Das haben sich auch Marlies Binder und Kai Tettenborn gedacht, als sie im April 2011 ihren Concept Store für organic und fair trade clothing auf der Roonstraße eröffneten. Bei den green guerillas gibt es individuelle Streetwear für Damen und Herren von 25 meist jungen Labels mit ökologischem und sozialem Bewusstsein, wobei das gesamte Sortiment GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert ist. GOTS ist der weltweit führende Standard mit den strengsten Anforderungen im Bereich der ökologischen Textilien - sowohl unter Beachtung der textilen Produktionskette als auch der Sozialkriterien.

Nachhaltig sind nicht nur die Produkte bei den grünen Guerillas, auch bei der Ladeneinrichtung haben sich die beiden Gedanken gemacht: Die Möbel wurden entweder von lokalen Schreinern oder in Eigenregie aus zertifizierten Hölzern gebaut, der Boden und die Wandfarbe bestehen aus umweltfreundlichen Materialien, der Strom kommt von Greenpeace Energy und das sparsam genutzte Papier trägt den Blauen Engel. Das transparente Konzept ist so erfolgreich, das Ende 2013 der zweite Laden in der Südstadt folgte, hier wird seit kurzem auch Kinderkleidung angeboten.

Secondhand als Alternative

Auch das Prinzip "Kleidertausch" ist nachhaltig - was man nicht mehr tragen möchte, muss nicht zwingend auf den Müll, sondern kann zum Beispiel an Secondhand-Läden weitergegeben werden. Ein beliebter und mühevoll ausgestatteter Laden ist das Entlarvt auf der Zülpicher Straße. „Ich fahre schon mal richtig weit, wenn mich eine alte Frau anruft und sagt, dass sie einen ganzen Kleiderschrank voll mit 60er Jahre Klamotten abzugeben hat“, erzählt Eva Unverdross, die zusammen mit ihrem Ehemann Christoph Minas das Entlarvt führt. Durch die Liebe zum Detail schaffte es das Entlarvt auch in unsere Reihe Einzigartig Einkaufen. Oder man schaut sich am Hohenzollernring im Vintage & Rags um, einem der größten Secondhand-Shops in Köln. Auch bei Anziehend anders in Sülz kann man hochwertige Ware aus zweiter Hand shoppen. Eine detaillierte Übersicht zu Secondhand-Läden in Köln gibt es in unserem Branchenführer.  

Viele Kölner produzieren gewissenhaft

Köln verkauft aber nicht nur nachhaltig, viele Kölner produzieren selbst und behalten so die großtmögliche Kontrolle über ihre Produkte - wie bei Hack Lederware auf der Maastrichter Straße. Von der Bestellung des Materials über die Verarbeitung und Maßanfertigung bis zur späteren eventuellen Reparatur nach jahrelanger Benutzung – diese Begleitung des Produkts gehört für Gründer Christoph Hack zum Konzept. Dabei ist es Hack, der seine Arbeit auch über Manufactum vertreibt, wichtig, dass die Tiere nicht für die Lederproduktion sterben, die Haut ein Restprodukt ist. Auch Olcay Kraft schneidert, frei nach dem Motto "Öko kann so sexy sein", mit ihrem Haute-Couture Label AvantgardeGreen Designermode sowie Hochzeitskleider oder Businesskleidung nach Wunsch.

Noch einen Schritt weiter gehen die Jungs von Feuerwear aus Bickendorf. Sie produzieren nicht nur selbst, sondern recyclen dabei auch noch alte Feuerwehrschläuche - seit einiger Zeit gibt es dafür einen eigenen Begriff: "upcycling". Einen eigenen Laden hat Feuerwear nicht, der Vertrieb findet online und bei ausgewählten Händlern deutschlandweit statt - wie zum Beispiel auch bei den green guerillas. Auch Opaco aus Köln haben sich dieses Prinzip zu eigen gemacht und verkaufen ebenfalls über das Internet Taschen aus Feuerwehrschläuchen, diese sind ein wenig verspielter als die von Feuerwear. 

Nicht immer sind alle Produkte öko, bio, fairtrade und nachhaltig gleichzeitig - dennoch kann man auch in kleinem Rahmen anfangen und versuchen, sein Bewusstsein vor und beim Einkauf zu schärfen. Hilfestellung geben dabei unser Branchenführer, den man nach Stichworten filtern kann oder der Verband dasselbe in grün.

Kennen Sie weitere Geschäfte, die nachhaltig produzieren oder sich anderweitig durch ihre Produktauswahl für Umweltschutz oder Einhaltung der Menschenrechte einsetzen? Schreiben Sie eine Email an info@koeln.de. (Foto: colourbox)

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