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"Tod den Ungläubigen"

Metaller Manowar proben nahe Köln für Deutschland-Tour

Heavy Metal im Bergischen Land: Vor den Toren Kölns proben Manowar in der Einöde lautstark für ihre anstehende Deutschlandtour. koeln.de sah sich bei den Proben der lautesten Band der Welt um.

Von Helmut Löwe

Üblicherweise herrscht im Örtchen Bechen im Bergischen Land eher idyllische Ruhe denn lautes Ramba-Zamba. Doch seit Anfang Januar wird die Stille von lauter Musik durchbrochen, die von Nicht-Metallern gerne als "Krach" bezeichnet wird. Denn in einem Medienunternehmen am Rande des Ortes vor den Toren Kölns haben sich seit dem 4. Januar die Heavy-Metal-Musiker von Manowar eingenistet und proben dort lautstark für ihre "Death To Infidels (Tod den Ungläubigen)"-Tour 2010. koeln.de war bei den Proben dabei und sprach mit Manowar-Bassist und dem Kopf der Band, Joey DeMaio.

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Schlagzeuggewitter, Gitarren- und Basslärm sowie der Gesang von Eric Adams dringen ab dem frühen Abend bis nachts um 23 Uhr durch die Halle. Glücklicherweise beginnt hinter dem Firmengelände die Weite der bergischen Wiesen und Wälder, so dass keiner durch den Probenlärm gestört wird. Denn schließlich probt mit Manowar dort nicht irgendeine laute Metalcombo, sondern eine Band, die als lauteste Band der Welt gilt.

Wie der Hammer Thors

Zusammen mit ihrer Crew feilen DeMaio, Adams, Gitarrist Karl Logan und Drummer Donnie Hamzik am Feintuning des Sounds, der die Fans förmlich wegblasen soll. "Wenn wir loslegen, dann ist das wie der Hammer Thors", so DeMaios Vergleich der Manowar-Musik mit der gewaltigen Macht des germanischen Gottes, der für Blitz und Donner verantwortlich gilt und mit seinem Hammer Feinde zerschmettert.

Ob die silber verkleideten Lautsprecher im Hintergrund oder seine Bassgitarre, kaum etwas, das DeMaio unangetastet lässt: Sowohl an die Boxen als auch den Viersaiter mit dem schmalen Hals hat der Bandchef Hand angelegt um den optimalen Klang herauszuholen. Fast nichts von der Technik Manowars kommt von der Stange, die Instrumente und ein Großteil der Technik ist handgefertigt, alles um des guten Sounds willen. Etwas, auf das DeMaio sichtlich stolz ist: "Während andere Bands sich im 18. Jahrhundert befinden und auf Pferden reiten, düsen wir mit einem Raumschiff umher", so der 55-Jährige im Brustton der Überzeugung über die Technik, der er und seine Mitstreiter verwenden.

Jeff ist verantwortlich für den sauberen Sound

Großen Anteil daran, dass die Fans keinen Soundbrei, sondern bei aller Lautstärke jenseits der 100 Dezibel einen sauberen Klang zu hören bekommen, hat Jeff Hair. Der Soundtechniker arbeitet seit 1986 mit Manowar zusammen und ist der König hinter dem Mischpult. Während des Konzerts müssen sich die Musiker voll und ganz auf Jeffs Abmischung verlassen können, denn wenn der Vierer auf der Bühne steht, kann der "Chef", wie DeMaio von seiner Crew genannt wird, nicht mehr eingreifen.

So müssen denn bis dahin sämtliche technischen Schwierigkeiten beseitigt werden. Viel zu tun also also für Band und Crew, denn schließlich sollen "die Fans 200 Prozent Leistung für ihr Eintrittsgeld erhalten", verspricht DeMaio. Dennoch bleibt zwischen all der Arbeit ein wenig Zeit für Kulturelles: Eine Besichtigung des Kölner Domes ist für Manowar ebenso drin, wie ein Ausflug zur Ausstellung "Körperwelten". Allerdings ohne den "Chef", der mit dem "Körperwelten"-Ausstellungskatalog Vorlieb nehmen musste: "Keine Zeit, zuviel zu tun", so DeMaio.

Ob sich die Mühe lohnt, die sich Band und Crew im bergischen Örtchen Bechen gemacht haben, davon können sich die Metalfans auch in Köln persönlich überzeugen: Am 31. Januar lassen Manowar zusammen mit Holy Hell und Metalforce das Palladium lautstark erbeben. Das Konzert beginnt um 19 Uhr.

Internet: www.manowar.com

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