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Britischer Künstler-Star

"Pop-Art-Landschaften" von David Hockney im Museum Ludwig

Der britische Künstler David Hockney, einer der ganz Großen der Kunstszene, hat nichts gegen Technik – Hauptsache, man kann mit ihr malen. Wobei er den Begriff „malen“ ungewohnt weit auslegt. Rund 430 Arbeiten in Öl, mit dem iPad und mit der Videokamera, dazu Aquarelle und zahlreiche Vorstudien in Kohle und Skizzenbücher des 75-Jährigen zeigt ab Samstag die Ausstellung „David Hockney: A bigger picture“ im Museum Ludwig.

Bekannt wurde Hockney als – im weitesten Sinne – „Pop-Artist“, einer Kunstrichtung, zu der er sich selber nicht zählt. Populär sind seine Schwimmbad-Bilder, im sonnigen Kalifornien gemalt. Schlagzeilen machte er als Aktivist für die Schwulen-Bewegung. 2000 kehrte er in seine Heimat zurück, die ostenglische Grafschaft Yorkshire. Dort entwickelte er seine Sichtweise der traditionellen englischen Landschaftsmalerei fort.

In unterschiedlichen Werkgruppen „porträtierte“ er immer wieder die gleichen Orte, fasziniert vom wechselnden Licht der Tages- und Jahreszeiten und dem Wetter. Es sind kleine Formate und solche bis zu einer Größe von über zehn Metern, zusammengesetzt aus vielen kleinen Bildtafeln.

Damit will er den gewohnten Blick, durch die Zentralperspektive gelenkt, aufbrechen und dem Betrachter unterschiedliche Blickwinkel ermöglichen. Das klingt theoretisch, ist aber ein wahres Seh-Abenteuer, wenn er ein Bild aus bis 18 Monitoren zusammensetzt. Auf ihnen läuft –jeweils mit einer eigenen Kamera aufgenommen – mit leichten Versetzungen und Überschneidungen die Fahrt durch die Landschaft ab. Oder das Spektakel von neun Jongleuren. Für David Hockney bedeutet dies die Erweiterung der Malerei um die Bewegung.

Ein Blick in die Skizzenbücher oder auf die Vorstudien zeigt Hockney als begnadeten Zeichner, der keinen Verglich mit berühmten „Klassikern“ scheuen braucht. Diese Vorlagen werden dann in breiter Vielfalt ausgearbeitet (abgesehen von den Ölbildern, die in der Natur entstehen). Das reicht von Realismus und Abstraktion über die ornamentale Zerlegung der Landschaft bis zu naiv-surrealen Verfremdungen.

Und was ist nun mit dem iPad? Hockney hat schon vor der Jahrtausendwende mit Grafik- und Zeichenprogrammen gearbeitet. Wie – das zeigen zahlreiche Beispiele. Dabei hat er immer im Kopf, wie daraus später im Atelier ein großes Ölgemälde entsteht. Zum Yosemite-Nationalpark entstanden so Bilder, die sowohl die monumentale Schönheit der Felsformationen als auch die vergängliche Zartheit von Nebelschwaden zeigen.

Die Ausstellung war schon in London und Bilbao zu sehen. Anders als dort, ist die Kölner Ausstellung nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet. Allein in die Royal Academy kamen 650.000 Besucher. Vergleichbaren Erfolg erwartet man auch in Köln. Die Erwartung dürfte nicht enttäuscht werden. (js)

„David Hockney: A bigger picture“ – bis 3. Februar 2013, Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, Köln, Di-So 10-18 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr, Eintritt: 10/7 Euro, Katalog: 39,80 Euro

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