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Ausstellung

Künstlerinnen auf den Spuren von Käthe Kollwitz

Das Käthe-Kollwitz-Museum in Köln besitzt nicht nur die größte Sammlung mit Werken der Namensgeberin. Es zeigt immer wieder auch Kunst aus ihrem Umfeld oder die von ihr beeinflusst wurde. Um so erstaunlicher, dass jetzt erst nachgefragt wurde: Wie setzen sich Künstlerinnen von heute mit Kollwitz‘ zentralem Thema auseinander – dem Menschen. Die Antwort gibt mit hoher Qualität und großer Bandbreite die Ausstellung „Gesicht zeigen“.

45 Künstlerinnen hatten sich auf die Ausschreibung beworben, alle sind Mitglieder im Kölner Künstlerinnenverband GEDOK. Eine Jury wählte schließlich 29 aus, darunter so prominente wie Tremezza von Brentano oder Ulrike Rosenbach, aber auch viele weniger bekannte mit Grafiken, Malerei, Skulpturen, Collagen und Fotos. Von jeder Künstlerin werden, mit wenigen Ausnahmen, mehrere Arbeiten gezeigt.

Thematisch gliedert sich die Ausstellung in vier Bereiche: Porträts, Verhüllung, Spurensuche und Hommage an Käthe Kollwitz. In den ersten fallen etwa die fotorealistischen Bildnisse eine Mannes mit Mütze von Roswitha Waechter. Der Gegenpol hierzu ist Manuela Krekeler-Marx: In wilden, sich überlagernden Strichwirbeln nähert sie sich einem Gesicht an. Das könnten auch die Schatten ihrer verknäuelten Drahtplastiken sein.

Spannendes findet sich in der Rubrik „Verhüllungen“, hier gilt es, der versteckten Persönlichkeit eines Menschen auf die Spur zu kommen. Gisela Tschauner versteckt kleine Porträts in mit Gaze bedeckten Kästchen. Die Fotografin Zoia Laufenberg verhüllt Menschen mit Stoff, hinter dem deren Formen nur noch zu erahnen sind.

Bei „Spurensuche“ wird die Geschichte eines Menschen erzählt. Angelika Wittek etwa erzählt das Leben einer Frau anhand von 25 Puppenstuben- Kästchen nach, darin finden sich Nähzeug, das Diadem zur Silbernen Hochzeit, der Rosenkranz zur Kommunion, Geldbörse oder Osterküken. Angelika Kissing setzt ihrer Oma, die sie nie kennengelernt hat, mit zwei kleinen Keramikhäusern ein Denkmal, auf diesen finden sich Wörter, die an Flucht, Arbeit und historische Ereignisse erinnern.

Schließlich die „Hommage an Käthe Kollwitz“. Am beeindruckendsten hier sicherlich die überlebensgroßen Bilder von Mauga Houba-Hausherr. Sie variiert in verschiedenen Techniken ein bekanntes Selbstbildnis der Kollwitz, bei dem sie ihr Gesicht auf eine Hand stützt.

Von Käthe Kollwitz schließlich sind – außerhalb der Dauerausstellung – einige Porträtzeichnungen zu sehen, die sehr selten gezeigt werden. Erstmals gemeinsam ausgestellt werden kann das Ergebnis des „gegenseitigen Porträtierens“ von Kollwitz und ihrer Kollegin Hedwig Weiß. Die Arbeit von Kollwitz konnte erst vor kurzem erworben werden. (js)

„Gesicht zeigen“ – bis 17.7., Käthe-Kollwitz-Museum Köln, Neumarkt 18-24, 50667 Köln, Tel. 0221 / 227-28 99 / 26 02, Telefax: (0221) 227-3762, www.kollwitz.de, Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-18 Uhr, Eintritt: 3/1,50 Euro, Katalog 14 Euro

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