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Jesuskind im Pittermännchen

Krippenweg mit 110 Stationen

Von Jürgen Schön

Zur Eröffnung des „Kölner Krippenwegs“ am Montag ließ Josef auf sich warten: Drei Meter hoch, gut 700 Kilo schwer, „geschnitzt“ aus österreichischer Weißtanne, komplettierte er die heilige Familie in der Kreissparkasse erst mit Verspätung.

Anwesend waren dafür aber die Heiligen Drei König – zumindest in den Krippen außerhalb der Kirchen. Und bei Paramenten-Wefers an der Zeughausstraße tummeln sich – inklusive Schafherde – gleich ein halbes Dutzend Holzfiguren und lassen ein fränkisches Dorf um 1750 lebendig werden. Mit 110 Ausstellungsorten stellt der Krippenweg im 15. Jahr seines Bestehens einen Rekord auf.

Entstanden als „Anhängsel“ zum damaligen Kongress der deutschen Krippenfreunde, ist der Krippenweg inzwischen zu einem wichtigen touristischen Angebot geworden. Er bietet einen Überblick über die Vielfalt der Formen aus aller Welt. Das reicht von der in Köln besonders beliebten „Milljöh“- oder Heimatkrippe, in der das Geschehen in die Gegenwart oder einen bestimmten Ort verlegt wird, bis zu üppigen Holzschnitzereien in biblischer Landschaft. Die Veranstalter können dabei auf viele private Sammler und die Hilfe von Museen bauen.

Da gibt es dann auch viele Besonderheiten. Etwa eine bronzierte Keramik, die allein die heilige Familie zeigt, wobei – und das ist eine Seltenheit – einmal ein junger Josef das Kind halten darf. Zu sehen ist diese Arbeit der Dortmunder Künstlerin Ruth Zarfl im Schaufenster der Domapotheke am Bahnhofsvorplatz. 

Im Horion-Haus des LVR in Deutz wird eine Krippe ausgestellt, die von Menschen mit geistiger Behinderung geschaffen wurde. Musical-Dom und Commerzbank gehören zu den neuen Orten, Dom-Hotel und Gaffel am Dom (hier darf es sich das Jesuskind übrigens in einem halben Pittermännchen gemütlich machen) sind schon länger dabei. Hier darf es sich das Jesuskind übrigens in einem halben Pittermännchen gemütlich machen. Natürlich sind auch wieder viele Kölner Kirchen dabei. Die „Krippenfreunde Region Köln“, die den Krippenweg ehrenamtlich organisieren, bieten wieder regelmäßig Führungen an, darunter auch solche mit Gebärdensprache. Für Fotoamateure gibt es zwei spezielle Touren (9. und 16.12.)

Ausgangspunkt für die meisten Führungen ist die Heimatkrippe im Kölner Hauptbahnhof. Die Kulisse erinnert an das Jahr 1946, als die Stadt in Trümmern lag. Maria, Josef und das Jesuskind haben Schutz in einer Ruine gefunden, der zerstörte Gürzenich, St. Martin und die bombardierten Hohenzollernbrücke bilden die Kulisse. Belebt wird sie von Trümmerfrauen, Bettlern und Kriegsheimkehrern. Schon jetzt haben Bahnhofsbesucher Cent- und Eurostücke über das schützende Glas in die Krippe geworfen. In den letzten Jahren kamen so jeweils um die 1.000 Euro zusammen, die regelmäßig dem Friedensdorf in Oberhausen, einem Hilfsprojekt für Kinder, gespendet werden.

„15. Kölner Krippenweg“ – bis 6. Januar 2010, Informationen und Anmeldungen für die Führungen: Tel. 0221 / 98 51 00 90, www.koelner-krippenweg.de . Das Verzeichnis aller Stationen liegt u.a. bei Kölntourismus gegenüber dem Dom aus, es gibt auch an, welche Stationen barrierefrei zugänglich sind.

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