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Japanisches Perkussionsphänomen

Yamato entfachen archaisches Trommelfeuerwerk

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Benannt sind sie nach einer alten, japanischen Region. Sie greifen auf traditionelle Instrumente zurück: Yamato, die kraftvoll-präzise Trommlerriege, die die Philharmonie tief in ein Perkussionsspektakel tauchte.

Es dröhnt in den Ohren, der Boden vibriert und in der Magengegend wummert es ordentlich – und das, weil elf Trommler aus Fernost die Felle ihrer Instrumente bearbeiten. Nicht irgendwelche Trommler, sondern die bekanntesten Japans: Yamato – The Drummers of Japan, die am Dienstagabend in der Philharmonie machtvoll, druckvoll, laut und rhythmisch die Kölnpremiere ihrer aktuellen Show „Gamushara“ präsentieren.

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Das Trommeln auf den Taikos, so heißen die traditionellen japanischen Schlaginstrumente, geht bei Yamato weit über ein bloßes „Musizieren“ hinaus. Die elf Musiker, die auf der Bühne stehen, spielen ihre Instrumente mit ganzem Körpereinsatz, egal, ob eine kleinere Shime zum Einsatz kommt, eine größere Okedo oder gar die riesige, mannsgroße Odaiko, die vom Trommler mit Stöcken gespielt wird, die Ausmaße eines Baseballschlägers haben. Die Zuschauer in der ausverkauften Philharmonie werden Zeugen, wie sich Perkussion in Hochleistungssport verwandelt.

Video: Kostprobe von Yamatos Trommelfeuer

Dynamik gepaart mit Präzision

Bei all der Dynamik, Härte, Kraft und Ausdauer, die zum Vorschein kommt, gehen Yamato doch mit einer unglaublichen Präzision vor, wie man sie wohl eher einem Schweizer Uhrwerk zuspräche. Die Bewegungen der Musiker gleiten ineinander über, sind vergleichbar mit den fließenden Abläufen in der Kampfsportart Aikido. Und darüber hinaus überaus synchron, sodass die Trommelwirbel, die die einzelnen Musiker produzieren, zu einem Trommelfeuer verschmelzen.

Außer den Schlagwerkzeugen lassen Yamato weitere traditionelle Instrumente Japans zum Einsatz kommen: Saiteninstrumente wie Koto, eine Art überdimensionale Zither, oder dreisaitiges Shamisen ergänzen zusammen mit der Bronzezimbel Chappa und der Shinobue, eine Flöte, das Klangspektrum, halten sich gegenüber den Taiko aber stets zurück. Mit Chappa zeigt ein Trio dreier Musiker sogar komödiantisches Talent, gebraucht den metallenen Klangkörper wie ein Sportinstrument und wirft sich spielerisch die unsicht- aber hörbaren Bälle zu.

Ovationen mit Pfeifen und Johlen

Auch das Publikum wird Bestandteil der Show, wenn die gutgelaunten Musiker zum Ende des Auftritts hin die begeisterten Zuschauer zum Klatschen aufstacheln. Begleitende Trommelschläge lassen den rhythmischen Applaus zu einem abschließenden Element der Aufführung werden. Die folgenden stehenden Ovationen, die weit, weit über das Honorieren des „Mitmachteils“ hinausgehen, werden Yamato zu Recht teil. Ja sogar für einen Konzertsaal ungewohnt wohlwollendes Pfeifen und Johlen mischt sich darunter - durchaus passender Jubel für ein Perkussionswunderwerk archaischer Natur.

Yamato sind noch bis Sonntag in der Philharmonie zu sehen. Die Trommler treten wochentags um 20 Uhr, am Samstag um 16 und 20 Uhr und am Sonntag um 15 und 19 Uhr auf. Anschließend geben Yamato bis 19. August ein Gastspiel im Düsseldorfer Opernhaus. (Helmut Löwe)

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