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Konzert im Palladium

Within Temptation zeigen Symphonic-Metal "at its best"

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Within Temptation aus den Niederlanden rangieren im Genre Metal und Symphonic-Metal ganz vorne. Warum, zeigte die Band um Sängerin Sharon den Adel im Palladium gekonnt und eindringlich.

Manch einer meint, dass Holland lediglich ganz weit vorne ist, wenn es sich um leckeren Vla oder schmackhafte Frikandel Speciaal handelt. Und womöglich noch einigermaßen mithalten kann, wenn es um Fußball geht - dann und wann. Aber in Sachen Musik hat wohl kaum einer die Niederlande auf dem Schirm - sollte dies aber schnell revidieren, denn Within Temptation aus den Niederlanden gehören zu den ganz großen, bekannten und erfolgreichen Bands im Genre Symphonic-Metal.

Wie groß und erfolgreich wurde im Kölner Palladium deutlich, in dem die Band um Ausnahmesängerin Sharon den Adel vor ausverkauftem Haus ein Konzert bot, das sowohl akustisch als auch optisch ganz weit vorne war: Einwandfreier Sound floss durch die alte Industriehalle in Mülheim, den Adels Stimme war fehlerfrei abgemischt, bekam allerdings bei manchem Titel, so wie beim schnellen und treibenden Metaller "In the Middle of the Night", nicht den Raum, der ihr angemessen wäre.

Optisch aus dem Vollen geschöpft

Mit aufwändigen Videoanimationen, einer Bühne mit drei Ebenen, die reichlich genutzt wurden, einer perfekt abgestimmten Lightshow und einer gehörigen Zahl von Flammensäulen bekam die Musik eine schlagkräftige Untermalung. Ach ja - außerdem hatte das Publikum für sein Eintrittsgeld viel Konzert: gut 110 Minuten lang servierten Within Temptation ihre Kost.

Gemäß dem Titel des neuen Albums "Hydra", welcher gleichzeitig das Motto der Tour ist, hatten die Niederländer auch gleich mal sieben Lieder der zehn der Platte in die Setlist gepackt. Die Schwierigkeit, Beiträge der Gastsänger der Platte auch ins Konzert zu verfrachten, lösten Within Temptation mit Videoeinspielern von Tarja Turunen, Howard Jones oder Xzibit. So war der jeweilige Titel zwar verdammt nahe dran an der Studioproduktion, büßte dabei aber einiges an Spontaneität ein - wer mit einem digitalen Kollegen singt, muss sich wohl oder übel dem Timing unterwerfen, darf sich keine Sperenzchen, keine Eigenwilligkeiten leisten.

Von einer großen Nähe zum Pop, vom Schielen auf die Charts, welches der Band in so einigen Plattenkritiken vorgeworfen wird, war im Palladium herzlich wenig zu merken: Von der Bühne herab schallte fetter Rock mit deutlich metallischen Anleihen. All dieses produzierten die Musiker gekonnt, fingerfertig und mit höchstem Anspruch, wenn man von den orchestralen Elementen absah, die - wie wäre es wohl auch anders möglich gewesen - aus der digitalen Musikwelt stammten. Ihrem Ruf als showlastige und gleichzeitig qualitätsstarke Band wurde Within Temptation auch an jenem Abend voll und ganz gerecht.

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