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Lindenberg in der Arena

Udos Rock'n'Roll-Theater in der Panikhauptstadt

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Udo Lindenbergs "Ich-mach-mein-Ding"-Tour geht zu Ende - in Köln, wo der Rocker aus Gronau mit drei Konzerten in der Arena den Tourabschluss feiert. Und das auf ganz große Art und Weise, mit über zweieinhalb Stunden Musik, Unterhaltung und Spektakel.

Anfang des vergangenen Jahrhunderts landeten Luftschiffe in Köln, am Flughafen Butzweilerhof. Und Udo Lindenberg macht es heutzutage nicht anders, auch er kommt per Luftschiff, um in Köln die letzten Konzerte seiner "Ich-mach-mein-Ding"-Tour zu geben. Um 20:10 Uhr schwebt er am Freitagabend im Korb unter einer "fliegenden Zigarre" in der Lanxess-Arena ein - das erste von drei Mal, in denen das Kölner Publikum den Mann mit Schlapphut samt seines "Rock'n'Roll-Theaters" zu sehen und hören bekommt. Von seiner Landung an lassen Lindenberg, sein Panikorchester und Begleitmusiker, Gäste und Artisten das Henkelmännchen in einen gut zweieinhalbstündigen Musikzirkus eintauchen.

Der 65-Jährige weiß, wie er seine Fans im Rubbeldidupp auf seiner Seite hat: Gleich zu Beginn des Auftrittes, der von tosendem Applaus begleitet wird, erzählt er der ausverkauften Halle, dass "die Kölner so richtig abgehen - wie Zäpfchen". Obwohl er solche Schmeicheleien gar nicht nötig hätte, fesseln doch die Lieder aus 40 Jahren Udo Lindenberg genug, lässt das Treiben auf der Bühne, das wirklich bunt ist, die etwa 15.000 Anwesenden immer wieder staunen. Kreuz und quer singt sich Lindenberg, spielen sich seine langjährigen musikalischen Begleiter wie Pianist Jean-Jacques Kravetz, Bassist Steffi Stephan oder Schlagzeuger Bertram Engel durch die riesige Diskografie von über 30 Platten.

Mikrofon als Lasso

Egal welche Töne angeschlagen werden, sanft und leise bei "Stark wie zwei", das Lindenberg seinem verstorbenen Bruder Erich widmet, im Dixielandstil mit "Alles klar auf der Andrea Doria" oder echte Hardrocker wie "Höllenfahrt": irgendwie kommt alles immer wieder ganz großartig bei den Zuhörern an. Bei den Titeln "Cello", das allerdings ganz ohne Cello daherkommt, und "Ich lieb' dich überhaupt nicht mehr" hätte Lindenberg sein Mikrofon ebensogut beiseite legen können, die lautstark mitsingenden Fans hätten gut übernommen. Na ja, ohne Mikro aber kann man sich Lindenberg bei einem Konzert gar nicht vorstellen, er hätte nichts zum Umherschleudern. Und oft, sehr oft lässt er dieses zum Lasso werden.

Zusammen mit Jan Delay gibt er "Ganz anders" und zum Ende der Show hin "Reeperbahn". Der soulig-näselnde Delay, der schnoddrig-nuschelnde Lindenberg, beide mit Sonnenbrille und Hut - ein kongeniales Musikerpaar, welches da zusammen auf der Bühne steht. Zu "Gegen die Strömung" und "Horizont" gesellt sich die Hauptdarstellerin des Musicals "Hinterm Horizont", Josephin Busch, zum Duett auf die Bühne; Nathalie Dorra glänzt bei "Was hat die Zeit mit uns gemacht" mit einer beachtlichen Soul-Röhre - so ganz falsch liegt Lindenberg nicht, sie mit dem Adjektiv "göttlich" zu versehen. Und letztlich darf der für einen Auftritt in Köln fast schon unvermeidliche Stefan Raab auch noch ran: er schnappt sich bei "Sonderzug nach Pankow" und "Andrea Doria" die Schlagzeugstöcke von Engel und macht die Rhythmusmaschine.

Feuersäulen in Deutschlands Panikhauptstadt

Größte Aufregung unter den Fans herrscht, als Lindenberg sich durch die Menge arbeitet und seinen Platz auf einer kleinen Bühne mitten im Innenraum sucht. Von dort aus singt er sich durch "Leider nur ein Vakuum", "Meine erste Liebe" und "0 Rhesus Negativ" - in abgespeckter Version, lediglich von zwei Akustikgitarren begleitet. Und während sich Lindenberg nach einem Vampirbiss - denn um einen Vampir geht es ja im letzten der drei genannten Lieder - eilig zurück auf die Bühne macht, gibt es Akrobatik des Blutsaugers an Strapaten zu sehen. Nun gut, die Zeit will ja überbrückt sein.

Darüber hinaus kommen jedoch keinerlei Längen auf: viel, viel Musik, Showelemente, Lindenbergs Kodderschnauze während der Songs - große Unterhaltung, die der Gronauer und sein Tross darbieten. Und wem es nicht warm ums Herz wurde, dem wurde spätestens heiß im Gesicht, als Lindenberg wieder in seinem Luftschiff entschwebte und zum Abschied aus der "Panikhauptstadt Deutschlands", so Lindenberg, meterhohe Feuersäulen in den Hallenhimmel schossen. (Helmut Löwe)

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