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40 Jahre britischer Wavepoprock

The Cure, die poppig-bunte Düsternis in der Arena

The Cure lieferten bei ihrem Konzert in der Lanxess-Arena am Abend vor der Sessionseröffnung zweidreiviertel Stunden lang tolle Musik und tolles Licht. 17.000 Fans waren begeistert.

Vor 40 Jahren machte Robert Smith seine ersten muskalischen Gehversuche. Damals mit seinen Kumpels Michael Dempsey (Bass), Lol Tolhurst (Schlagzeug) und Porl Thompson (Gitarre) noch als Malice. Zwei Jahre drauf war er, der Geburtstag einer der ganz großen Ikonen des düsteren Wavepoprocks: 1978 benannte sich die Band in The Cure um. Seitdem gelten die Briten um den leicht pummeligen Smith, dessen Markenzeichen haarspraydurchtränkte Fusselhaare, ein bleich geschminktes Gesicht sowie knallrote Lippen sind, als Speerspitze britisch-alternativer Musik. Immer umgeben von einem Hauch musikalischer Düsternis.

Ihre musikalische Düsternis, die im Laufe der Jahrzehnte deutlich erweitert um poppig und farbenfrohe musikalische Elemente wurde, brachten The Cure am Abend vor der Eröffnung der neuen Karnevalssession der mit 17.000 Zuschauern pickepackevollen Lanxess-Arena ausgiebig nahe. Ausgiebig lange: zweidreiviertel Stunden standen Smith, Bassist Simon Gallup, Gitarrist Reeves Gabrels, Keyboarder Roger O'Donnell und Schlagzeuger Jason Cooper auf der Bühne. Und mit opulenter Optik: Die Lightshow begleitete die 30 Songs auf der Setlist sehr gekonnt und setzte das Liedmaterial für die Augen exzellent um.

Bildergalerie. The Cure 2016 in der Lanxess-Arena

Vom dunklen Wald zum infernalischen Farbrausch

Der dunkle Wald auf den fünf Videowänden im Bühnenhintergrund bei "A Forest", die Steilküste von Dover in Fehlfarben bei "Just like Heaven" oder der infernalische Farbrausch bei "Fascination Street" waren dabei nur kleinere Sperenzchen: Der akzentuierte Einsatz der Spots, deren ausgeklügelt abgestimmte Farbwahl und die Umsetzung durch die Lichttechniker ließen Hören und Sehen zu einem tollen großen Ganzen werden. Bis auf eine Ausnahme: bitterböse Schallreflexionen aus der Kurve gegenüber der Bühne beleidigten viele Ohren, machten der oft bemängelten schlechten Akustik des Henkelmännchens mal wieder alle Ehre.

Doch wer lediglich die Protagonisten auf der Bühne samt ihrer musikalischen Darbietung fest ins Auge und Ohr nahm, der erlebte einen gelungenen Abend. Dem sonst oft mürrisch dreinschauenden Smith machte der Abend augenscheinlich Spaß: Lächeln und Grinsen zierten häufig das bleich gefärbte Gesicht mit den blutroten Lippen. Hin und wieder brach er sogar aus seinem 50-Zentimeter-Aktionsradius aus und legte kecke Tanzbewegungen hin - das musste mit Applaus bedacht werden. Dass The Cure sich von ihren weltschmerzmusikalischen Zeiten der 80 Jahre - als die Alben "Faith" und "Pornography" als Inbegriff gehörter Trostlosigkeit galten - gelöst haben, merkte man an der doch wuchtigen Präsentation: die Knackigkeit vieler Songs aus der Urzeit von The Cure machte fetter Produktion Platz.

Und an den Momenten, als im Hallenrund immer dann überbordender Jubel einsetzte, sobald die Band poprelevante Lieder wie "Just like Heaven" oder "Friday I'm in Love" intonierte. Doch egal - wenn The Cure es nur jenen Hardcorefans früher Jahre recht machen wollte, träte die Band sicherlich nicht in der Arena auf. Also hat sich der eine hier über seinen Songfavoriten gefreut, der andere ist zwischendurch ein Bier holen gegangen und beide stellen spätestens bei "Why can't I be You" als Rausschmeißer fest, dass das Konzert alles in allem ziemlich toll war. (Foto: Helmut Löwe)

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