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The National im Tanzbrunnen

Familiäre Atmosphäre mit verrücktem Onkel Matt

Bevor sich die Jungs von The National auf die Festivalbühnen begeben, traten sie bei ihrem letzten deutschen Solokonzert am Mittwoch  im Tanzbrunnen auf - und sorgten für familiäre Atmosphäre samt verrücktem Onkel Matt.

Es fühlt sich an wie auf einem Familienfest: Die letzten Sonnenstrahlen scheinen schräg auf den Tanzbrunnen, ein altersmäßig stark gemischtes Publikum sitzt auf Bierbänken, dem Boden und vor der Bühne, in den Händen Crépes, Brezel, Kölsch und Mojitos. Doch man wartet nicht, wie man auch locker vermuten könnte, auf Brings, die sonst Hausgast im Tanzbrunnen sind, sondern auf eine der angesagtesten Indie-Rock-Bands dieser Tage: The National.

Aber irgendwie sind die US-Amerikaner auch ein Familienbetrieb. Schließlich besteht die Band aus zwei Brüderpaaren plus dem Frontmann Matt Berninger - der sich wahrscheinlich einsam fühlte unter der Geschwisterbande und wiederum seinen jüngeren Bruder und Regisseur Tom Berninger auch noch mit ins Boot holte. Dieser macht zwar keine Musik, drehte dafür aber die hochgelobte Dokumentation "Mistaken for Strangers" (ab dem 10. Juli im Kino) über die bisher größte Tour der Band, die im Tanzbrunnen auch gleich kräftig beworben wird.

Bleibt man bei dem Bild der Familie, übernimmt Sänger Berninger auch gleich die Rolle des zwar peinlichen aber dennoch liebenswürdigen und faszinierenden Onkels: Für den sommerlichen Anlass ein wenig overdressed erscheint er mit Anzug und Weinglas - und das wird gleich beim ersten Lied "Start a War" geleert. In Textpausen rennt er orientierungslos und in unkontrollierten Bewegungen über die Bühne, um sich kurz darauf sein Mikro gegen den Kopf zu hauen. Schließlich steigt er vom Glas auf die Flasche um, die er ansetzt. Und wird für jede Aktion mehr und meht gefeiert. 

Neurosen auf der Bühne ausgelebt

Neben beeindruckenden Songs wie "Anyone's Ghost", "Bloodbuzz Ohio" und "Squalor Victoria" die teilweise innerhalb von Sekunden von Balladen zu krachigen Rockern wechseln, den samt Posaunen perfekt aufeinander abgestimmten Instrumenten und der Bariton-Stimme des Frontmannes ist es seine faszinierende Erscheinung, die das Publikum letztendlich in Ekstase versetzt.

Matt Berninger lässt sich auf der Bühne gehen, zeigt all den anderen  noch so coolen Bandleadern, wieviel Spaß man haben kann, wenn man alle Augen zudrückt - samt Bad in der Menge, welches er bei "Mr. November" während der Zugabe nimmt. Zum Schluß singen alle gemeinsam - Sänger und Publikum - "Vanderlyle Crybaby Geeks", welches dem textsicheren Publikum die ein oder andere Gänsehaut verschafft. (Foto: Helmut Löwe)

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