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"End Of Green"

Stuttgarter Düsterrocker ganz familiär im Underground

Von Helmut Löwe

Mit den Stuttgarten "End Of Green" stattete eine Band der Düsterrockfraktion dem Underground am Donnerstag einen Besuch ab. Metalastige und melodische Sounds in Darkrockmanier sowie ein publikumsnaher Auftritt sorgten bei den Fans des süddeutschen Quintetts für ausgelassene Stimmung.

Denjenigen Lügen strafen, der nach einem ersten Hinsehen sagt, "da steht doch Ville Valo auf der Bühne", könnte man keineswegs. Erinnert doch "End of Green"-Sänger Michael Huber alias Michelle Darkness mit seiner die schwarzen Haare festhaltenden Strickmütze durchaus an den Frontmann der finnischen "Him". Doch deswegen die Stuttgarter Band, die am Donnerstag auf der Underground-Bühne stand, lediglich als Abklatsch der nordischen Düsterrocker zu bezeichnen - weit gefehlt.

Zwar hat sich der Fünfer aus der schwäbischen Metropole ebenfalls dem Darkrock verschrieben, doch die Klänge, die das Quintett auf ihren insgesamt sechs Alben hinlegt, glänzen durch einen hohen Grad an Eigenständigkeit und Substanz. Und dies wussten die etwa 250 Fans wohlwollend zu goutieren. Ob mit rifflastigen Titeln wie "Dead City Lights" dem klassischen Metal gehuldigt wurde oder "Hurter" treibend und schwer aus der Anlage kroch - die anderthalbstündige Melange aus Dark Wave, Metal und Rock überzeugte. Schwerpunktmäßig konzentrierte sich "End oF Green" vor allem auf Songs des jüngsten Albums "The Sick's Sense", welches im August veröffentlicht wurde.

Keine Angst vor "Fanattacken"

Die Zuschauerresonanz im Underground glich zwar nicht der, die "End Of Green"-Konzerte in der heimatlichen Region bekommen - "in Stuttgart spielen wir auch schon mal vor 1.200 Leuten", so Huber - allerdings will der Norden der Republik will noch "beackert werden". So durften sich denn die Anwesenden an der als familiär zu bezeichnenden Atmosphäre im Underground erfreuen: Der Band machte es rein gar nichts aus, dass die Fans auf die Bühne kletterten, die Musiker umarmten und Fotos mit ihren Idolen schossen - "das stört mich nicht, solange ich nicht von der Bühne gerissen werde", kommentierte Huber unbeeindruckt die Freundschaftsbekundungen der Zuschauer nach dem Konzert.

Und auch sonst sieht man es eher selten, wenn der Sänger seine Geldbörse zückt und einen Schnaps von der Theke ausgibt oder Zigaretten zwischen Zuschauerraum und Bühne hin- und her gereicht werden. Neben der guten Musik also auch nach gute und entspannte Stimmung am Rhein. "Über diese waren wir selber überrascht, da wir im Norden nicht ganz so bekannt sind", so Huber, der nicht nur in dunklen und meist tiefen Tonlagen singt, sondern mit einem sonoren Bass überrascht, der Gedanken an Elmar Gunsch weckt - allerdings mit einem breiten schwäbischen Dialekt.

Das Donnerstagskonzert im Underground mit seiner unnachahmlichen Stimmung könnte durchaus dafür sorgen, dass "End Of Green" bei einem erneuten Besuch im Rheinland vor einem weitaus größeres Publikum auftritt. Vielleicht gelingen dann auch die Stagediving- und Crowdsurfinversuche der Fans, die aufgrund fehlender Fandichte noch ein wenig unbeholfen wirkten.

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