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Konzert in der Essigfabrik

Peter Doherty diesmal ganz ohne Skandal

Peter Doherty ist erwachsen geworden: Gut gelaunt und ganz ohne Skandal erschien der berühmt-berüchtigte Brite am Montagabend auf der Bühne der Essigfabrik und bewies sein Können als brillanter Gitarrenvirtuose.

von Julia Schmitz

Die kleine Halle der ehemaligen Essigfabrik in Köln-Deutz ist ausverkauft, in der Luft liegt die wichtige Frage: Wird er überhaupt auftreten? Für welchen Skandal wird er diesmal sorgen? Erst vor ein paar Tagen hatte Peter Doherty für Aufsehen gesorgt, als er während eines Konzertes im Bayrischen Rundfunk plötzlich die erste Strophe des Deutschlandliedes anstimmte und vom Publikum verärgert ausgepfiffen wurde.

Doch an diesem Abend sorgt der berühmt-berüchtigte Brite für keinen Eklat. Etwas verspätet und nach dem Support von gleich zwei Vorbands kommt er mit blassem Gesicht und müden Augen auf die Bühne getorkelt und schüttet sich ein Glas Rotwein ein. Die ebenfalls dem Alkohol frönende Menge grölt und hält dies sogar tapfer durch, wann immer Peter im Verlauf des Abends sein Glas hebt.

Flinker Gitarrenvirtuose

Dass er jedoch nicht nur gut trinken kann, sondern ebenso flink an der Gitarre wie an der Flasche ist, beweist Doherty in den folgenden 90 Minuten immer wieder auf ein Neues. Bereits als zweites Lied stimmt er „The Last of The English Roses“ an, den Song, mit dem er seiner unglücklichen Liebe zu Topmodel Kate Moss Anfang des Jahres ein musikalisches Denkmal setzte. Bei den höheren Tönen, die Doherty an diesem Abend aufgrund starker Heiserkeit nicht erreicht, übernimmt das Publikum einfach textsicher das Zepter.

Schnell zeigt sich, dass es dem charismatischen Briten nicht darum geht, ein einwandfreies, fehlerloses Konzept vom Band zu spulen. Stattdessen zerfetzt Doherty die Songs gelegentlich, wiederholt den Refrain, hängt längere Gitarrenriffs an. Und obwohl er mittlerweile auf Solo-Pfaden unterwegs ist, spielt er nicht ausschließlich Songs seines neuen Albums „Grace/Wastelands“: Auch ohne seine Bandkollegen gelingt es ihm, die wesentliche Botschaft des Babyshambles-Klassikers „Fuck Forever“ zu vermitteln: „We're all fucking wasted!“ Anderthalb Stunden, eine kleine Zugabe und zwei Flaschen Wein später lässt Peter Doherty das Kölner Publikum satt und zufrieden zurück.

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