• Home
  • Sa, 21. Okt. 2017
  • Stadtplan
  • cologne.de
  • Branchen
  • KoelnMail
  • Experten

Open-Air vor bombastischer Kulisse

Music Unlimited brachte den Dom zum Hüpfen

Von Fabian Radix und Helmut Löwe

Was passt am besten zwischen Dom und Echnaton-Ausstellung? Brings? Die Höhner? Wohl kaum! Harte Klänge mussten her, und gute noch dazu. Waren beim Music Unlimited Festival am Freitag eher Elektro-Freunde und Fans der sanfteren Töne auf ihre Kosten gekommen, wurde am Samstag mit "The Killers" aus Amerika der Roncalliplatz gerockt.

Im Gepäck hatte man eine Vorband aus good old England: Wer mit "The Rascals" (deutsch: die Gauner) eine Soulband aus den USA verband, die in den 60ern die dortigen Charts aufgeräumt hatten, wurde eines besseren belehrt: Die Gauner fuhren Indie-Rock auf. Stilistisch wurde die Intention schnell klar: Keine Experimente, lieber auf Bewährtes setzen. So lieferten die drei Jungs ihr neues Album „Rascalized“ zum Aufwärmen. Und das weder schlecht noch besonders außergewöhnlich. Gauner sind eben keine Killer, aber vielleicht werden sie es ja noch.

Gute Stimmung trotz dezenter Lautstärke

Um fünf nach Neun traten die sehnlich erwarteten Boys aus Las Vegas vor ein begeistertes Publikum. Trotz eines eher lockeren Einstiegs gingen knapp 7.000 Händepaare nach oben. Richtig wach wurde das Indie-Volk aber erst beim Hit "Somebody told me": Der Roncalliplatz geriet in Bewegung und dank Lightshow in Kombination mit der einsetzenden Dunkelheit wirkte es, als würde auch der Dom dezent mithüpfen. Da machte es auch nichts, dass die Lautstärke etwas mehr hätte aufgedreht werden können. Dennoch wurde eine nahezu perfekte Live-Performance mit Songs von allen Alben geboten, bei der insbesondere die Stimme von Sänger Brandon Flowers gnadenlos überzeugte. Auf dem Balkon des Dom-Hotels konnte der aufmerksame Betrachter sogar Kölns Bürgermeister Josef Müller samt Gattin erkennen - sanft mitwippend, während unten „If you were young“ aus den Boxen dröhnte.

Während die Beleuchtung in ein spärliches Rot umschwenkte, wurden die Klänge sentimentaler: „Read my mind“ ließ die Feuerzeuge aufleuchten, bevor die Killers die Bühne verließen – um wenige Minuten später noch einmal drei Songs als Zugabe zum Besten zu geben. Ihren krönenden Abschluss fand das Konzert mit einem fulminanten Feuerwerk: Zu den letzten Riffs der Indie-Rocker sprühten die Funken und die einsetzende Dombeleuchtung tat ihr Übriges für einen stimmungsvollen Ausklang.

Warme, sanfte Klänge und coole Ilumination

Bereits einen Tag zuvor tauchten die TripHop-Pioniere von Massive Attack das Areal zu Füßen des Domes in eine entspannte und besondere Atmosphäre. Die elektrolastigen Chill Out-Sounds der britischen Soundtüftler Robert Del Naja und Grantley Marshall korrespondierten bestens mit der kühl wirkenden Lightshow, die sich über die Lichtwand im Bühnenhintergrund hinaus auf den äußerst gelungenen Einsatz blauer und weißer Spots beschränkte. Der beleuchtete mächtige Dom im Hintergrund bildete eine beachtliche und mehr als passende Kulisse für den Auftritt.

Del Naja und Marshall ließen sich von einer Reihe gekonnt aufspielender Studiomusiker, darunter gleich zwei Schlagzeuger, unterstützen. Neben den beiden Hauptakteuren am Mikrofon gaben drei weitere Sänger dem Set den letzten Schliff. Dabei stach besonders Stephanie Dosen hervor, die, ganz in weiß gekleidet, mit ihrer zarten und zerbrechlichen Stimme sanften und warmen Titeln wie „Teardrops“ ein ganz besonderes Leben einhauchte.

Wenn immer der Wind den nahezu perfekten Sound zerriss und Klangfetzen von „Inertia Creeps“, „Angel“ oder „Unfinished Sympathy“ auf dem Roncalliplatz zerstreute, wirkte dies wie geplant und nicht zufällig. Insgesamt ein sehr stimmiger 90-Minuten-Auftritt von Massive Attack, den die gut 5.000 Zuschauer erleben durften.

Mehr Musik in Köln

callejon140210_hl_7958_145.jpg

Konzerthallen

Die Kölner Konzerthallen in der Übersicht.  mehr

acdc150619_hl-27_145.jpg

Musiknews

Berichte über Bands, Musiker und Konzerte in Köln.  mehr

konzertticket_bonjovi_145.jpg

Tickets

Eintrittskarten und Tickets für Konzerte bestellen.  mehr

Onlinespiele

teaser_big_bubbles.jpg
Schießen Sie Ihre Bubbles auf mindestens zwei gleichfarbige Blasen und bringen Sie diese zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt Bubbles spielen!
teaser_big_exchange.jpg
Bilden Sie Reihen aus mindestens drei Steinen. Wenn Sie es schaffen, vier oder fünf Steine miteinander zu kombinieren, bekommen Sie mächtige Bonussteine!  Jetzt Exchange Classic spielen
spiele_mahjong-koelsch-foto_225.jpg
Mahjong op kölsche Aat - können Sie alle Steine entfernen? Mit Dom, Rhein, Karneval und Halver Hahn.  Mahjong spielen