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Bitische Rockheroen im E-Werk

Muse-Bombast auch in der "kleinsten Hütte"

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Diesmal keine gigantische Halle: Muse, die locker alleine ganze Stadien füllen können, starteten ihre Tour zum neuen Album "The 2nd Law" im "kleinen" E-Werk. Und fuhren dennoch bombastisch auf.

Schnell musste derjenige sein, sehr schnell, der sich Karten für den Tourauftakt der britischen Bombastrocker Muse sichern wollte. Denn in nur drei Minuten war das gesamte Kontingent ausverkauft. Seltsam, wo doch Muse in riesigen Hallen, gar Stadien mit 90.000 Plätzen auftreten. Doch diesmal war es nicht das ganz, ganz große Kino, sondern Programmkino: Muse traten am Donnerstag im Kölner E-Werk auf, vor nur 2.000 Zuschauern.

Ganz ungewöhnlich also für Band und Fans gleichermaßen. Doch die "Nummer in der kleinen Hütte", wenn man es aus aus Sicht von Muse sieht, war dennoch eine ganz große Nummer. Licht- und soundtechnisch rangierte der Auftritt weit, weit vorne, von der Größenwirksamkeit der Lieder Muses ganz zu schweigen. Bootlegger hätten ihre helle Freude gehabt, gelang es dem Soundtechniker doch, die Qualität einer Live-CD in eine Konzerthalle kleinen Ausmaßes zu transportieren.

Scheinwerferbad bombastischen Ausmaßes

Optisch untermalte eine gekonnt inszenierte und abgestimmte Lichtkegelorgie die Songs Muses. Während in Hallen wie der Lanxess-Arena oder bei Festivals wie Rock am Ring Laserspektakel und aufwändige Videoinstallationen oft genug für einen optischen Overkill sorgen, tauchten diesmal alleine Lichtkegel die drei Musiker in ein Scheinwerferbad nicht weniger bombastischen Ausmaßes.

Bildergalerie: Muse am 20. September 2012 im E-Werk

Auf die Setlist hatten Sänger und Gitarrist Matthew Bellamy, Bassist Christopher Wolstenholme und Schlagzeuger Dominic Howard reichlich bekanntes Material gepackt. Damit deckten sie die bisherige Schaffensphase der Band ab, deren Songs immer wieder auf dem sehr schmalen Grat zwischen musikalischer Genialität und pathetischem Rockkitsch wandeln. Technisch zeigte sich das Trio, das von einem im Bühnendunkel abgetauchten Keyboarder unterstützt wurde, wieder in gewohnter Perfektion: wer Verspieler suchte, suchte vergebens.

Gewöhnungsphase für neues Songmaterial

Einen ersten Einblick in die Livequalitäten der Lieder des am 28. September erscheinenden Albums "The 2nd Law" gaben nicht nur die bereits bekannten Titel "Madness" und Survival", sondern auch solche wie "Animals" oder "Panic Station", die ihre Premiere auf einer Konzertbühne feierten. Anders als bei Klassikern wie "Uprising", "Starlight" oder dem mitreißenden "Knights of Cydonia" waren die Reaktionen des Publikums hierauf allerdings leicht verhalten. Offenbar scheint für viele Muse-Fans eine Eingewöhnungsphase nötig.

Große Einigkeit bei den oft viele hundert Kilometer angereisten Anhängern aber herrschte beim Fazit des anderthalbstündigen Auftritts: Ein grandioses Konzert, das man in keiner Weise bereute - vor allem deswegen, weil man dem Trio als Konzertbesucher wohl kaum wieder so nah kommt. (Foto: Helmut Löwe)

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