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Wechselbad der Stile

Mit Moby auf Reise durch Soul, Rock und Rave

Es ist wie ein Rockkonzert, wie ein Soul- und Blues-Abend, aber auch ein wenig wie ein ordentlicher Rave. Ein Konzert von Moby ist etwas von alledem. So auch am Samstag, als der Musiker, DJ und Multiinstrumentalist die ausverkaufte Kölner Live Music Hall in ein Wechselbad der verschiedenen Musikstile tauchte. Sehr zur Zufriedenheit des Publikums.

Von Helmut Löwe

Moby nahm die Kölner Fans über zwei Stunden lang mit auf eine Reise hin und her durch die verschiedenen Stilrichtungen der Musik und seines Schaffens. Der Soundtüftler, DJ, Gitarrist, Komponist und Produzent ließ in abwechslungsreicher Zusammenarbeit mit seiner Band Synthieloops und Drumbeats in bester Ravemanier drauflos wummern, stieß mithilfe der stimmgewaltigen Joy Malcolm Soul- und Bluestüren auf und verschaffte mit elegischen Ambientsounds und Kelli Scarrs zarter Stimme stets ruhige Momente.

Bildergalerie: Moby in der Live Music Hall

Immer wieder pendelte der New Yorker zwischen den ruhigen und eher balladesken Titeln solcher Alben wie „18“ oder des neuen „Wait For Me“ und den Elektrobeats sowie enorm tanzfördernden Klängen von Songs wie „Lift Me Up“ und „Disco Lies“. Mit nicht immer traumwandlerischer Sicherheit setzte er seinen Nummern oft genug neue Stempel in Form andersartiger Interpretationen auf: So machte das verschleppte Tempo mitten in „Natural Blues“ den ambientlastigen Song zwischendurch zu einem echten Blues – nicht ohne das Joy Malcolm einen erheblichen Anteil daran hatte.

Psychedelischer Spacerock und Rave-Beats

Der disconahe Einstieg zu „We’re All Made Of Stars“ mit den abgehackten Gitarrenriffs allerdings wollte nicht so recht passen, zumal der Titel durch die treibenden Drums, Synthieloops und Congabeats ein neues, vorteilhaftes Gewand erhielt. Wahrhaft bombastisch dagegen die 16-minütige Version von „Honey“ – im Original nur knapp dreieinhalb Minuten lang: Moby lieferte sich mit Joy ein Duell zwischen Gitarre und Stimme, entführte in den Spacerock der 70er Jahre, ließ dem Sechssaiter reichlich Raum für Soli. Die Intonation von Deep Purples „Smoke On The Water“ und Lenny Kravitzs “Are You Gonna Go My Way” nicht zu vergessen. Untermalt mit psychedelischen Lichteffekten ging die lange und keineswegs langatmige Viertelstunde flugs vorüber.

Passend zum Abschluss des Konzerts erinnerte Moby an die Zeit Anfang bis Mitte der 90er Jahre, als seine elektronischen Soundelaborate und Mixes nahezu auf jedem Techno-Sampler zu finden waren: „Feeling So Real“ verwandelte die Live Music Hall, wenn auch nur kurz, in einen wogenden Rave-Tempel. Wenn auch nicht jeder Song während des Sets saß, so kann man Moby keinesfalls vorwerfen, auch auf der Bühne seine Stücke möglichst studiogetreu klingen zu lassen und damit oft nahe an der Einfallslosigkeit zu rangieren – mit dem Mut zum Risiko der Andersartigkeit seiner Songs hebt sich der Nachfahre des „Moby Dick“-Autors Hermann Melville wohltuend von vielen seiner Kollegen ab.

Setlist:

- Seated Night (Intro)
- Shot in the Back of the Head
- Mistake
- Flower
- Bodyrock
- Go
- Pale Horses
- The great Escape
- We're all made of Stars
- In my Heart
- JLTF
- Why does my Heart feel so bad?
- Extreme Ways
- Porcelain
- One Time we lived
- When it's cold
- Wait for me
- Natural Blues
- Raining again
- Disco Lies
- The Stars
---------------------
- In this World
- Lift me up
- Honey
- Feeling so real

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