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Genregrenzgänger im E-Werk

Metaller Opeth können laut und leise, wüst und sanft

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Death Metal ist nicht bloß wüstes Getöse, so wie viele vielleicht meinen. Das bewiesen Opeth im E-Werk: sie spickten ihr Konzert einmal mehr mit Songs, die viele Genres streiften, auch vor Jazz und Krautrock nicht halt machten. 

Der landläufigen Meinung, dass Death Metal, besonders ein Konzert von Bands dieser Stilrichtung, eine brüllend laute, chaotische und dumpfe Angelegenheit sei, muss widersprochen werden. Und Opeth, Death-Metaller aus Schweden, die man aber auch gerne als musikalische Genregrenzgänger bezeichnen kann, widersprachen dieser Meinung einmal mehr bei ihrem Auftritt am Mittwochabend in Kölner E-Werk.

Das Konzert, Teil ihrer "Heritage-Tour" zum aktuellen gleichnamigen Album, war keineswegs übermäßig laut, sondern auch ohne Ohrenstöpsel gut zu ertragen. Es krachte nicht dumpf aus den Lautsprechern, sondern der Tontechniker lieferte ordentliche Arbeit, einen klaren Sound. Anteil an diesem hatten allerdings auch die Musiker um Gitarrist, Sänger und Kopf der Band, Mikael Akerfeldt: Er und seine vier Mitstreiter lieferten eine gute eindreiviertel Stunde lang ausgezeichnetes Handwerk ab.

Vermischen der musikalischen Genres

Welches Merkmal der Opeth'schen Musik allerdings der Negativmeinung über Death-Metal am ehesten widersprechen dürfte, ist jenes des  Abwechslungsreichtums in den einzelnen Songs das Verarbeiten einer Vielzahl von Einflüssen. Ja, brettharte Metalriffattacken und Schlagzeuggetöse gehört, so wie in "Blackwater Park", natürlich auch dazu. Aber Akerfeldt lässt Jazz, Krautrock, 70er-Rock oder Elemente klassischer Musik Einzug in die Musik der Band halten. Und solche Titel wie "The Devil's Orchard" oder "Häxprocess" verdeutlichten diese Vielfalt den knapp 1.500 im Publikum eindringlich: abrupte Tempiwechsel, laute und leise Töne, verzerrerfreie Gitarrenläufe - schwere aber spannende Kost für Musikfans.

Akerfeldt gab den Conferencier des Abends: außer Gitarrenspiel und Gesang, bei dem auch das genretypische Growling nicht zu kurz kam, das Außenstehenden anmutet, als würde der Sänger Kehlkopf und Luftröhre nach außen stülpen wollen, plauderte der Schlacks munter drauflos: Er sei ein Fan von Jean Claude van Dammes filmischer Prügelorgien, fünf Kumpels seien gekommen, mit Stümperei  für Abendunterhaltung zu sorgen. Außerdem sei seine Mutter glücklich mit "Heritage", da auf der Scheibe Gesang und kein Geschrei herrsche. Nichts also mit dem bösen, düsteren Metalrüpel, sondern ganz der nette, ruhige Typ von nebenan.

Und dass Opeth auch noch  ruhiger können, beweisen sie bei mehreren Auftritten während der Tour, die als Akustikkonzerte unter anderem in der Bochumer Christuskirche und in Sankt Peter in Frankfurt stattfinden.

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