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Berliner Dancehallkollektiv

Seeed machen Henkelmännchen zur basslastigen Tanzhalle

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Wie oft hört man bei Konzerten: "jetzt machen auch die Ränge mit". Seeed hatten diese Aufforderung in der Arena gar nicht nötig, der Dancehall der Berliner ließ alle tanzen - bis dicht unters Hallendach.

Trompete, Posaune, Blechblasinstrumente im Allgemeinen, gelten in der Altersklasse irgendwo zwischen 20 und 40 Jahre eher als spießige Instrumente, als Ausdruck heimeliger Volksmusik. 14.800 aber sehen dies nicht so, 14.800 Besucher tanzen in der Lanxess-Arena ausgelassen zur Musik eines 13-köpfigen Berliner Klangkollektivs, das zu knapp einem Viertel aus einer Bläsersektion besteht.

Wenn Seeed Musik machen, und genau diese nämlich stehen am Mittwochabend auf der Bühne, dann ist auch "Blasmusik" absolut angesagt, eine ganz große Nummer. Schließlich ist diese fester Bestandteil der Reggae- und Dancehallsounds, mit denen Seeed mächtig zum Tanzen animieren, die vehement und basslastig in den Körper fahren. Und das sofort vom Beginn des gut eindreiviertelstündigen Konzertes an.

Unterm Dach da wird getanzt

Arme gehen in die Höhe, bleiben oben, schwingen hin und her. Auf den Sitzen hält es sowieso niemand, selbst im Oberrang, dicht unter der Hallendecke, sonst eher Hort des neutralen Konzertbeobachtens, wippt, zappelt, tanzt das Publikum nonstop. "Wir kommen in eure Stadt, unsere P.A. hat 100.000 Watt", singen die drei Frontmänner Pierre Baigorry alias Peter Fox, Demba Nabé und Frank A. Dellé, während Bässe mitten hinein in die Menge wummern.

Doch nicht nur äußerst tanzbaren Dancehall oder leicht entspannten Reggae können Seeed - immer mal wieder verirren sich Swingelemente, Mamboklänge in die Songs, die von neuer Rhytmusgestaltung leben, anders sind, als man es von den Platten kennt. Da fällt der prägnante Keyboadlauf aus The Cures "Close to me" kaum auf, mit dem die Truppe "Release" auch schon auf Scheibe aufgepeppt hat. Stimmlich trifft bei Baigorry, Nabé und Dellé nicht immer alles genau auf den Punkt, aber wer fragt bei Dancehallbeats aus dicken Boxen schon nach hoher Sangeskunst? Vor allem, da Baigorry ein ums andere Mal die Zuschauermenge anstachelt.

Gelsenkirchenerin Eileen macht das "Schüttel-Rennen"

Dass Baigorrys Soloerfolg mit "Stadtaffe" nicht nur ein Soloerfolg war und ist, sondern eng mit den Seeed-Compadres verbunden, merkt man anhand seiner Erfolgstitel wie "Schwarz zu Blau", "Alles neu" oder "Schüttel deinen Speck". Diesen lassen Seeed reichlich schütteln: in Form von heißen Tanzbewegungen vierer Frauen aus dem Publikum, die sich um den Titel "Kölner Dancehallqueen 2012" bemühen. Das Rennen macht schließlich Eileen, eine Gelsenkirchenerin, die ihre drei Kölner Mitbewerberinnen aussticht und vom Publikum lautstark gefeiert wird - als Kölner muss m'r och jönne könne.

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