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Konzert im Palladium

Kräftig, knackig, kernig - Korn in Köln

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Ohne sie gäbe es den Nu Metal sicherlich auch, er wäre aber wohl nicht zu dem großen Rockding geworden, als welcher er gilt: die US-Amerikaner Korn. Die Szeneveteranen und -heroen gaben ihr einziges Deutschlandkonzert im Kölner Palladium - ein lautes und brachiales.

Wenn man über Nu Metal spricht, dann wird ihr Name in einem Atemzug mit Linkin Park und Limp Bizkit genannt: Korn. Die Kalifornier verkörpern den Aufschwung und die Umorientierung des Heavy Metals in den 90er Jahren wie kaum eine andere Band. Während Linkin Park gemeinhin für die eher melodiös ausgerichtete Metall- und Rocknummer stehen, Limp Bizkit ganz klar den Schulterschluss zum Hiphop und Rap suchen, brettern Korn derbe-heftig drauflos, wüten auf ihren Instrumenten und stehen für die wüste Art.

Und das auch - nach mehreren Jahren der Kritik durch Fans und die Musikjournaille, die ihnen Einfallslosigkeit und Weichspülerei unterstellten - wieder nach Veröffentlichung ihres jüngsten Studioalbums "The Paradigm Shift". Einen Paradigmenwechsel vollziehen Frontmann Jonathan Davis und seine Mitmusiker darauf zwar nicht gerade, doch gilt die Platte allenthalben als eines der besten Werke Korns seit über zehn Jahren. Kein Wunder, dass Korn damit auf Tour gehen. In Deutschland allerdings machen sie sich rar, traten am 6. Mai einzig und allein im Kölner Palladium auf.

"Ihr liebt uns, wir lieben Euch"

Haarscharf rangiert das Palladium am "Ausverkauft" vorbei: 3.900 Hörer harter Musik wollen ihre Helden live sehen und hören. Und bekommen ein ordentlich lautes Brett serviert, dass aber dank eines guten Toningenieurs  wie feingeschlifen ist. Kein tumber Lärm donnert durch den Nebel, guter Klang rauscht 85 Minuten lang über die Köpfe der vom Auftritt begeisterten Menge. Es wird deutlich: die deutschen Fans vergöttern Korn, die Band baut auf ihr Publikum von fern überm Teich: "Es ist toll, wieder in Deutschland zu sein. Ihr liebt uns, wir lieben Euch", intoniert Davis im Anschluss an "Shoots and Ladders / Somebody Someone". Und schwupp, da recken sich im Jubel tausende Hände nach oben.

Davis rangiert zum überwiegenden Teil im leicht näselnden Klargesang, wütendes Geschrei und böses Growling sind zurückgenommen. Nicht zurückgenommen dagegen die Arbeit an Gitarre, Bass und Schlagzeug, die wie von Korn gewohnt knallig und ungebremst durchs Gehör donnern. Ungewohnt in der aktuellen Konzertewelt: sogar der Drummer bekommt seine alleinige Aufmerksamkeit und Ray Luzier steht bei seinem knapp fünfminütigen Solo alleine im Rampenlicht. Das sitzt auch noch, denn Luzier präsentiert eine außerordentlich Synchronizität von Arm- und Beinarbeit.

So richtig historisch wird's, wenn Korn zum Ende des Konzertes hin mit Klassikern wie "Clown" und "Good God" kommen. Jawoll, das knallt so richtig rein, denken sicherlich viele im Publikum. Und wenn dann mit dem Rauswerfer "Blind" zum Schluss noch einmal die ungezügelte und rohe Kraft Korns zum Ausdruck kommt, dann war es für alle ein tolles Konzert. Der Band hat es so richtig gut gefallen, den Fans auch. (Foto: Helmut Löwe)

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