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Synthesizerpionier in der Arena

Jarres opulente Symbiose aus Klang und Licht

Er machte den Synthesizer in der 70er Jahren hoffähig für die Popmusik: Jean Michel Jarre. Der französische Musiker ging in der Lanxess-Arena auf die effektvolle Reise durch Klang und Licht.

Von Helmut Löwe 

Die meisten Musiker setzten heutzutage wohl ein oder zwei Laptops sowie ein Keyboard ein, um ihre rein elekronische Musik ihrem Publikum nahezubrigen. Warum nur die Bühne mit Gerätschaften vollstellen, fragten sie sich wohl. Nicht so Jean Michel Jarre: der Franzose, der zu Beginn der 70er Jahre Synthesizerklänge in der Popmusik hoffähig machte, hat in der Lanxess-Arena eine enorme Batterie ausschließlich analoger Synthesizer sowie anderer Effektgeräte platziert, um damit die etwa 6.000 Zuschauern und -hörern seine Symbiose aus Klang und Licht zu beeindrucken.

Und eindrucksvoll ist das durchaus, was an futuristisch und sphärisch anmutenden Klangwelten zusammen mit Videoinstallationen und Lasereffekten akustisch und optisch durch die Halle gleitet, fließt. Auf der riesigen Leinwand im Bühnenhintergrund sind Videoeinspieler mit Keyboards, Kabeln, Steckverbindungen zu sehen – all jenes, was analoge Synthesizer ausmacht. Diese wechseln sich ab mit Bildern, die den „Meister der Tasten und Drehknöpfe“ überdimensional bei der Arbeit zeigen, wie er dicht über seine Gerätschaften gebeugt auf Tonjagd ist. Auf der Laserharfe spielend, machte Jarre deutlich, wie eng Klang und Licht bei ihm miteinander verwoben sind: neun Laserstrahlen, neun Töne, die er diesem Instrument entlockte.

Klänge wie von Außerirdischen

Wirklich experimentell und avantgardistisch Jarres Auftritt am Theremin, ein berührungslos gespieltes Instrument, mit dem Töne durch das Eingreifen und Bewegen der Hände in dessen elektromagnetisches Feld generiert werden. Bereits 1919 vom russischen Physiker Lev Sergjiewitsch Termen entwickelt, hörten sich die von Jarre gespielten Klangabfolgen am Theremin eher nach einem Konzert einer außerirdische Spezies in einer Star-Trek-Folge an.

Trotz eher eingängigen Melodieläufe von Welterfolgen wie der verschiedenen Teile von „Oxygene“ oder „Equinoxe“ kommt das Publikum nur peu à peu aus sich heraus, bewegt sich erst zum Ende des Konzerts von den Sitzen nach vorne an die Bühne um zu tanzen und mitzuklatschen. Jarres Auftritte, seine opulenten Installationen aus Tönen, Melodien und Licht, sind offensichtlich deutlich mehr für Ohren und Augen denn für Beine. Genießen und Staunen war diesmal das Motto des Abends im Henkelmännchen.

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