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WDR zeigt Konzert am 13. Juli

Heaven & Hell mit grandiosem Auftritt in Bonn

Heaven & Hell legten auf dem Bonner Museumsplatz am Dienstag einen grandiosen und umjubelten Auftritt hin: Die Black-Sabbath-Musiker begeisterten mit 30 Jahre alten Klassikern und Titeln vom neuen Album. Eine Aufzeichnung des Konzertes wird am 13. Juli im WDR gesendet.

Von Helmut Löwe

Zwar haben Sänger Ronnie James Dio (66), Gitarrist Tony Iommi (61), Bassist Geezer Butler (59) und Schlagzeuger Vinny Appice (49) schon Hardrock gespielt, als die meisten der etwa 3.000 Fans noch nicht einmal geboren waren. Doch dass das Quartett auf der Bühne des Museumsplatzes gemeinsam bereits 235 Jahre zählt, sah man den Musikern absolut nicht an. Die vier rockten los, als würde es körperliches Altern nicht geben.

Bildergalerie: Heaven & Hell auf dem Bonner Museumsplatz

Als Black Sabbath haben Iommi und Butler seit Anfang der 70er Jahre Musikgeschichte geschrieben. Zu den beiden, die mit ihrem Bass- und Gitarrenspiel viele Bands bis heute nachhaltig beeinflussten, stieß Anfang der 80er Jahre Dio als Ersatz für den Sänger Ozzy Osbourne. Zusammen nahm man zwei Alben auf (Heaven and Hell" und Mob Rules"), die bei vielen Fans und Kritikern zu den besten Black Sabbaths zählen. Und mit den Titeln der alten Scheiben und des neuen Albums "The Devil You Know" lösten Heaven & Hell in Bonn riesige Begeisterungsstürme aus.

Stimmgewaltiger Sänger mit großen Gesten

Dio erwies sich als stimmgewaltig - von der Vokalkunst des Amerikaners können sich so manche Sänger eine große Scheibe abschneiden - und unterstrich seinen Gesang gestenreich. Die satten und tiefen Gitarrenriffs Iommis, ein Markenzeichen für Black Sabbath und Vorbild für einen Großteil heutiger Rock- und Metalgitarristen, bohrten sich mit Macht in die Gehörgänge. Das fehlerfreie Bassspiel Butlers und Appices Schlagzeug lieferten den präzisen Rhythmus für Songs wie "Mob Rules", "Children Of The Sea" oder "Bible Black".

Während der ersten Hälfte des Konzertes allerdings war es, als würde die Band in gespannter Erwartung der Reaktion der Zuschauer agieren, die wiederum ehrfurchtsvoll vor ihren Ikonen verharrten: Es war gut, hätte aber besser sein können. Daran konnte auch das etwa fünfminütige Schlagzeugsolo von Appice nichts ändern, das sich eher dadurch auszeichnte, dass der Drummer Toms in 360-Grad-Anordnung beackerte - durch Qualität überzeugte es nicht.

Doch nachdem Dio "Falling Off The Edge Of The World" ankündigte, änderte sich die Szenerie. Mit dem Einsetzten des signifikanten und einprägsamen Gitarrenriffs des Titels schien es, als würden Dämme brechen: Aus der guten Stimmung im Publikum entwickelte sich schlagartig ein tosender Jubel, der bis zum Ende des Konzertes anhielt. Die Atmosphäre unter dem Zeltdach färbte auch auf den bis dahin ruhig im Hintergrund aufspielenden Butler ab - wesentlich lebendiger als zu Anfang rückte zum vorderen Bühnenrand auf.

Der WDR zeigt Konzertaufzeichnung im Fernsehen

Als Höhepunkt des Sets durfte eindeutig "Heaven And Hell" gelten: Die Musiker bohrten den Song mit einer Studiolänge von knapp sieben Minuten auf etwa 20 Minuten auf. Allein der Solopart Iommis nahm zehn Minuten ein, die weitab jedweder Langeweile rangierten: Virtuos bearbeitete der Mann aus Birmingham die sechs Saiten, ließ Bluesrockelemente einfließen und variierte das Hauptthema des Stückes ununterbrochen. Das ewig anmutende Solo wurde flankiert durch Butlers exzellente Bassläufe. Zum Ende hin erhob sich ein mitreißendes Crescendo.

Nach der Zugabe "Neon Knights" feierten die Fans die gut 90-minütige außergewöhnliche Leistung der Band minutenlang mit Sprechchören - zu Recht. Der WDR zeigt das Konzert in der Nacht vom 12. auf den den 13. Juli von 00:25 bis 01:40 Uhr. Anschließend folgen die Aufzeichnungen der Auftritte von Doro (01:40 bis 02:40 Uhr) und Axel Rudi Pell (02:40 bis 03:40 Uhr), die das Vorprogramm bestritten.

Setlist:

- E5150
- Mob Rules
- Children of the Sea
- I
- Bible Black
- Time Machine
- Drum Solo
- Fear
- Falling off the Edge of the World
- Follow the Tears
- Die Young
- Heaven and Hell
- (Country Girl) Neon Knights

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