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Erasure im E-Werk

Frisch geduscht und patschnass im Discotempel

Trotz Burgverliesatmosphäre auf der Bühne verwandelten Erasure das E-Werk in einen tobenden Discotempel. Das britische Synthie-Pop-Duo mit grantig dreinblickendem Clarke und "patschnassem" Bell stellte vor vollem Haus seine neue Scheibe "Tomorrow's World" vor.

Die Chimären mit ihrem bösen, teuflischen Blick und die metallenen Gitterstäbe auf der Bühne lassen kaum auf Discotempel schließen, eher auf Burgverlies. Doch die Musik, die am Samstagabend im Kölner E-Werk aus den Lautsprechern schallt, ist weit weg von jeglichem Grusel: der stampfende Synthie-Disco-Pop von Erasure lässt die volle Industriehalle tanzen, nicht zittern.

Seit Mitte der 80er Jahre mischen Vince Clarke und Andy Bell tanzbare Rhythmen mit digitalen Sounds, zu denen Bell über Herzschmerz und männliche Gefühlswelten singt. Und sie haben in all den vergangenen Jahren bis hin zum neuen Album "Tomorrow's World" kaum etwas an den Songrezepten geändert. Da hört sich der neue Song "Then I go twisting" aus dem aktuellen Album kaum anders an als der Hit "Sometimes"von 1986.

Kein Wunder also, dass es sich die beiden Musiker nicht nehmen lassen, den Zuhörern ein Potpourri ihrer bekanntesten Stücke zu bieten. Und diese honorieren Tanzflächenfeger wie "Love to hate you", "A little Respect" oder "Oh L'amour" mit Klatschen, Johlen und und Jubelrufen. Nicht weniger frenetisch gefeiert werden die exaltierten, lasziv-erotischen Tanzschritte Bells. Diesem macht seine Rolle als Rampensau sichtlich Spaß, während Clarke mit bekanntermaßen mürrischem Gesichtsausdruck hinter einer der Chimären verschanzt seinen Laptop bedient und die Rhythmen aus der Konserve abruft.

Anzüglicher und patschnasser Bell

Ob er wohl die oft koketten Ansagen Bells versteht, die dieser seinem Publikum in bestem Deutsch präsentiert? Dessen anzügliche Begrüßung, dass er unglaublich frisch rieche, weil er gerade geduscht habe, kommt bestens an. Nicht weniger erfolgreich, Bells Aufforderung an seinen "Meister" Vince, ihn doch endlich aus seiner Korsage zu schnippeln, weil er ja "patschnass" sei. Soviel Zweideutigkeit lieben die scharenweise herbeigepilgerten Mitglieder der Kölner Gay-Community.

Deutschlands Homosexuellenhochburg ist auch diesmal ein Garant für eine volle Hütte beim Erasure-Auftritt: Während in Offenbach nur knapp 600 die schräg-bunte Show des Popduos besuchten, lassen im E-Werk knapp 2.000 Zuschauer die Temperaturen mächtig ansteigen. Da muss sogar der gestreng dreinblickende Clarke zwischendurch immer mal wieder grinsen. (hl)

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