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Volles Haus im E-Werk

Five Finger Death Punch ziehen Schlag nicht voll durch

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Five Finger Death Punch schenken ihren Fans derbe Metalklänge im Uptempobereich ein. Auch im E-Werk, wo das US-Quintett am Samstagabend vor vollem Haus zugange war. Allerdings nur kurz und mit viel Zeit zum Luftholen.

Die US-Metaller Five Finger Death Punch sind gut auf Kurs. Mit ihren beiden jüngsten Plattenveröffentlichungen "The wrong Side of Heaven and the righteous Side of Hell" starteten sie durch, der Erfolg bescherte ihnen auf ihren Deutschlandkonzerten Verlagerung in größere Hallen und ausverkaufte Konzerte. So wie im Kölner E-Werk, wo sich am Samstagabend 2.000 Fans die laute Musikpackung abholten.

Vorne an der Bühne floß der Schweiß, an der Theke das Bier, ganz so, wie ein Metalkonzert sein musste. Und FFDP, wie man sie kurz nennt - legten mit Songgranaten wie “Under and over it”, “Burn it down” oder gar “Lift me up” derbe in der alten Industriehalle im Stadtteil Mülheim los. Als sich Moody dann auch noch in eine Deutschlandflagge hüllte und erklärte, dass die verrücktesten Metalfans jene in Deutschland seien, war das Band der Treue zwischen FFDP und Fans endgültig untrennbar geknüpft.

Wie ein großer Entertainer verstand es Moody, die Zuschauer ein ums andere Mal durch Anekdoten, Anfeuerungsgesten und Vokalattacken auf seine Seite zu ziehen. Und entfachte riesige Begeisterung, als er aus dem Publikum fünf Fans auf die Bühne holte, die mit ihm den Refrain von “Burn MF” anstimmten. Dass lediglich einer der Erwählten halbwegs stimmfest war und dem kantigen, derben Song die nötige Brachialität zuteil werden ließ, dafür konnten FFDP nun wahrlich nichts.

Musikalische Gerade nicht voll durchgezogen

Wofür die Band jedoch etwas konnte, war, das Tempo aus dem bis dahin kraftvollen Auftritt zu nehmen: Mit drei für die Metaller eher behäbig-langsamen Stücken, präsentiert zum großen Teil in einer abgespeckten Akustikversion, ließen FFDP die bis dahin sehr saubere und lebhafte Beinarbeit schleifen, machten die Erholungspause etwas zu ausgiebig. Die langsamen Titel im Mehrfachpack sind nicht so ganz das Geschäft von FFDP, sie zogen ihre kräftige musikalische Gerade nicht voll durch.

Die Fans ließen sich dennoch nicht aus dem headbangenden Trott bringen, nahmen bei “Never enough” wieder rasant Fahrt auf. So viel, dass Moody sich genötigt sah, die tobende Menge im Moshpit zur Mäßigung aufzurufen und die Fans darauf hinwies, Vorsicht gegenüber der mit einem arbeitsreichen Abend versehenen Security sowie den pogenden Nachbarn walten zu lassen. Schlagartig ruhig wurde es, als Moody gemeinsam mit dem Publikum eine bedächtige A-cappella-Version von “Far from Home” anstimmte. Mit dem Rausschmeißer “The Bleeding” zeigte die Band dann wieder, dass ihr Ding dann doch die härteren Nummern sind. 

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