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Christina Perri im Interview

"Ein Mann muss lustig sein - und gut aussehen"

Christina Perri gehört zu den Shootingstars in der Musikszene: Ihr Video "Jar of Hearts" hat über 50 Millionen Klicks, sie singt einen Song für die erfolgreiche Filmreihe Twilight. Im Interview sprach die 25-Jährige über wichtige Eigenschaften bei Männern, den perfekten Tag - und verriet, wer "Babycake" ist.

Christina Perri gehört zu den weiblichen Shootingstars im Musikbusiness. Ihr Video "Jar of Hearts" hat über 50 Millionen Klicks, das Lied "A thousand Years" steuert sie zum Soundtrack der Twilight-Folge „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht“ der Megafilmreihe bei. Und veröffentlichte ihr Album "Lovestrong". Trotz der rasanten Popularität - vor zwei Jahren kannte sie kaum jemand - macht Perri nicht auf Star.

Die 25-Jährige aus Philadelphia sagt von sich selber, dass sie alles dafür tut, so zu bleiben, wie sie vor ihrer Karriere als Sängerin war. koeln.de-Redakteur Helmut Löwe traf Perri zum Interview. Und ließ sich von Ihr ihre Tätowierungen zeigen, erfuhr, auf welchen Typ Mann sie steht und wie ein perfekter Tag in ihrem Leben aussieht.

Vor zwei Jahren kannten lediglich Familie und Freunde Deinen Namen. Jetzt bist Du eine Musikerin , für die sich Abermillionen interessieren. Wie ist das?

Wow, das ist sehr aufregend. Aber ich will gar nicht zuviel darüber nachdenken. Schließlich möchte ich so bleiben wie ich bin; das Mädchen, welches ich vor zwei Jahren war: morgens aufwachen, ich selbst sein, die Musik machen, die mir gefällt. Ich kann immer noch nicht so richtig begreifen, dass ich mittlerweile über eine Million Fans auf Facebook habe.

Hat sich Dein Privatleben geändert?

Nein. Zwar ist vieles besser, cooler – ich bin zum Beispiel keine Kellnerin mehr, mein Job ist besser -, aber trotzdem kann ich noch immer ich selbst sein, muss meine Tattoos nicht verstecken. Ich bleibe so, wie ich war. Hin und wieder rufe ich mir meine riesige italienische und laute Familie in Erinnerung, dass mir mein Vater eins hinter die Löffel gibt, wenn ich Unsinn anstelle, meine Großeltern – und dann bleibe ich auf dem Boden der Tatsachen.

Du bist sehr viel unterwegs. Was vermisst Du am meisten, wenn Du nicht zuhause bist?

Meine Familie zuallererst. Meine Eltern, Großeltern, Kusinen. Das gemeinsame Abendessen. Und mein Zuhause. Zurzeit lebe ich in Hotels, im Bus, im Auto. Deswegen bewahre ich mein Zuhause in meinem Herzen. Falls mich mal das Heimweh übermannt, sage ich mir einfach: „Hey, ich bin in Deutschland, in Köln – 8.000 Kilometer entfernt von dort, wo ich aufgewachsen bin. Ist das nicht ein furchtbares Glück?“ Anstatt mich zu beschweren gewinne ich dem Reisen etwas Positives ab. Und außerdem ist meine Familie ja nur einen Telefonanruf entfernt, ist bei Facebook und wir skypen uns.

Die neuen Medien und Kommunikationsformen sind offensichtlich wichtig für Dich?

Ich stehe unwahrscheinlich auf Instagram, um Fotos auszutauschen, ich twittere und benutze Facebook. Über Facebook bin ich ja mit unglaublich vielen Menschen in Kontakt. Wenn ich auf die Bühne gehe, habe ich stets das Gefühl, als wenn ich alle im Publikum kenne und alle kennen mich. Denn über Facebook weiß ich, was meine Fans fühlen, was in ihren Herzen vor sich geht, kenne ihre Erfahrungen, ihr Probleme. Die Leute teilen mir unfassbar emotionale Dinge mit, was mich sehr berührt – wie könnte ich darauf nicht reagieren? 

Die Pinnwandeinträge auf Facebook sind alle von Dir

Alles auf Twitter und Instagram stammt von mir persönlich. Auf Facebook handhabe ich das etwas anders. News, die ich dort mitteile, sende ich vorab an mein „Online-Girl“, das diese dann zum richtigen Zeitpunkt einträgt. Bei über einer Millionen Fans und auf der Website ist es schwierig, die News alle selbst zu posten oder zu antworten – dafür habe ich dann doch ein Team.

Du hast den Song „A thousand Years“ für die Twilight-Folge „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht“ geschrieben, bist selber ein großer Fan; was ist so besonders an der Twilight-Saga?

Ach, ich liebe Twilight einfach. 2009 habe ich die Bücher gelesen. Damals hatte ich gerade eine Scheidung hinter mir, war aufgeregt, was meine neu gewonnene Freiheit mit sich bringen würde. Und ich hatte Angst vor meinem neuen Leben, weil ich alleine in meiner kleinen Wohnung hockte und meine beste Freundin weit weg war. Eine schwierige Phase also, während ich mich durch die Bücher las. Deswegen verbinde ich mit Twilight viel mehr, als nur eine Geschichte. Später habe ich mir die Filme angesehen, und als mich die Twilight-Macher anriefen (wegen des Songs für den Soundtrack; d. Red.), was dies das Großartigste, was mir bis dahin passiert war.

Wenn Du jetzt etwa zehn Jahre zurückblickst, würdest Du irgendetwas in Deinem Leben anders machen?

Auwei, damals war ich 15, fing an, Lieder zu schreiben, verliebte mich das erste Mal. Es war eine tolle Zeit – und ich würde nie etwas ändern wollen. Ich glaube an den Schmetterlingseffekt (eine Aktion kann komplexe Situationen großer Tragweite nach sich ziehen; d. Red): Wenn ich nicht auf diese Party gegangen wäre, hätte ich genau jenen Typen nicht kennen gelernt, wäre ich irgendwo fünf Minuten später eingetroffen, sähe mein Leben ganz anders aus. Nein, ich möchte keine noch so kleine Kleinigkeit, keinen Kuss, keinen Fehler, keinen Ausrutscher, keinen Unfall vermissen. Nein, nichts würde ich anders machen.

Stammt die Musik, die Texte auf „Lovestrong“ komplett von Dir?

Ich habe die Musik und die Texte selbst geschrieben - bis zu einem gewissen Punkt. Ab dann habe ich mir die Hilfe eines Freundes geholt, der den Songs den letzten Schliff gab. So zum Beispiel stammen „Arms“ und Penguin“ von uns beiden. In der Tat habe ich auf „Lovestrong“ mit einigen anderen zusammen gearbeitet, die Songs aber stammen alle von mir.

Welches sind Deine musikalischen Vorbilder?

An Nummer eins stehen die Beatles (Christina hat an ihrem linken Handgelenk ein Beatles-Tattoo; d. Red.). Außerdem stehe ich auf Dean Martin und Frank Sinatra sowie Carol King. Auch Coldplay, die Counting Crowes oder Adele sind super. Mein Lieblingssänger, der mit der tollsten Stimme, ist Jason Mraz. Wie Du siehst, stehe ich eher auf die „klassischen“ Sänger und solche, die Liebeslieder komponieren.

Glaubst Du, dass es Musiker heutzutage mit Internet, Youtube, Social Media leichter haben, bekannt zu werden?

Ja. Denk nur an einen unbekannten Typen irgendwo in Oklahoma, der auf Youtube ein Video mit einer Coverversion hochlädt, und das Video von Millionen Menschen gesehen wird. Solch ein Konzept ist einfach genial. Oder mein Video zu „Jar of Hearts“, das sich über 50 Millionen Menschen angesehen haben. Ich kann es immer noch gar nicht glauben. Technologie ist großartig.

Was machst du in Deiner Freizeit?

Schlafen (lacht)!

Kein Sport?

Das einzige, was ich sportlich mache, ist laufen. Ich lese lieber und schlafe. Freie Tage verbringe ich am liebsten im Schlafanzug – egal, wo ich bin, ich bin immer müde. Ansonsten liebe ich es, zusammen mit meiner Familie zu essen. Alles in allem bin ich also ein ziemlich einfaches Mädchen.

Verbringt Christina Perri ihren perfekten Tag also lange schlafend im Bett?

Ja! Und mit Tee, einem Buch – und vielleicht mit einem Jungen. (lacht).

Welche Eigenschaften sind Dir wichtig bei einem Mann?

Er muss ein lustiger Typ sein! Ich lache sehr gerne, blödele herum. Außerdem muss er sein Herz am rechten Fleck haben, das heißt, er muss seine Familie lieben, nette Dinge für andere Menschen tun und ein fürsorglicher sowie großherziger Mensch sein. Und wenn er dann noch Musik macht, Tattoos hat und gut aussieht, ist das auch nicht schlecht (lacht).

Welches war Dein erstes Tattoo (Christina hat über 40 Tätowierungen; d. Red.)?

Warte, ich zeig’s Dir! Hier im Nacken, ein ägyptisches Kreuz, genannt Anch. (Das Anch steht für das Leben im Jetzt und für das Leben im Jenseits; d. Red.). Ich habe es mir stechen lassen, als ich 15 war. Ich befand mich in einer schlechten Phase und entdeckte die Musik für mich, die mein Leben freundlicher werden ließ. Und daher stammt das Tattoo.

Und welches ist dein jüngstes Tattoo?

Das jüngste (ein Herz auf dem rechten Oberarm mit dem Schriftzug „Papa“; d. Red.) stammt von Januar 2010. Ein klassisches Seemannssymbol. Mein Vater, mein Bruder und ich haben die gleichen Tattoos. Ich mit dem Schriftzug „Papa“, mein Bruder „Captain“, wie er meinen Vater nennt, und mein Vater „Babycake“ sowie „Goomba“. Denn so nennt er mich und meinen Bruder. Wenn ich jetzt wieder zuhause bin, lasse ich mir ein weiteres stechen: den Schriftzug „Nothing is random“ (Nichts ist zufällig; d. Red.). Dieser Sinnspruch stand auf einer Weihnachtskarte, die ich von Jason Mraz bekommen habe.

Herzlichen Dank für das Gespräch


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Der Vollpfosten... Na

Der Vollpfosten... Na Hörstchen, hast Du wieder Ausgang??

Ja, lustig und gut aussehen!

Ja, lustig und gut aussehen! Trifft doch voll und ganz auf mich zu, oder? Aber ich muss noch gucken, ob ihre Art von Musik zu mir passt! Das ist wichtig! Ich bin ja schließlich auch echter Musiker!!!

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