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Interview mit Neuser

Der Kölner Musikszene fehlt das "Wir sind Wir"

Neuser – eine Kölner Band, die unabhängig von großen Plattenfirmen ihre Songs auf dem eigenen Label vertreibt. Im Neuser-eigenen „60-Quadratmeter-Kreativraum“ in Köln-Nippes sprach koeln.de-Redakteur Helmut Löwe mit Sänger, Gitarrist und Namensgeber der Band, Henning Neuser. Henning gab Auskunft über die Historie der Band, über das eigene Label und über die Kölner Musikszene. Hier Teil zwei des Interviews:

(Was Henning Neuser über die Musik Neusers, musikalische Vorbilder und das neue Album sagte, lesen Sie im ersten Teil des Interviews: Kölner Band Neuser hat keine Angst vor Klischees)

Warum heißt die Band Neuser „Neuser“?

Das ist ziemlich einfach: Wir hatten damals mehrere Namen auf dem Schirm. Als wir bei Universal unterkamen kam es irgendwie einfach zu Neuser.

Seit wann gibt es die Band in ihrer jetzigen Form?

2006 im Sommer haben wir unsere Rhythmusgruppe umbesetzt. Seitdem spielen wir in der jetzigen Formation.

Ihr wart vorher bei einem Major-Label und habt jetzt Euer eigenes. Wie ist es dazu gekommen?

Ursprünglich war ich bei der EMI in Köln, mit dem Pseudonym „Luka Neuser“, Philipp war auch schon mit dabei. Das lief dann nach vier Jahren, ich glaube, das war von 1998 bis 2002, ins Nirwana. Dann war ein Jahr Pause, bis sich Universal für uns interessierte. In dieser Zeit hatten wir einen Single-Hit mit „Von vorn anfangen“, einem Cover von Michel van Dyke, und waren in den Charts. Eine zweite Single ist nicht so gut angekommen – nach zwei Jahren haben wir uns getrennt. Unsere neue Platte erschien dann auf unserem eigenen Label. Seitdem machen wir unser eigenes Ding – und das ist auf jeden Fall hart und steinig.

Was hat es mit dem Namen „Luka Neuser“ auf sich?

Als ich nach Köln gezogen bin (Henning Neuser stammt aus dem Siegerland; d. Red.) habe ich jemanden kennen gelernt, der wollte deutsche Songs mit HipHop-Beats rausbringen und hat mich gefragt, ob ich nicht singen wolle. Wir haben dann zusammen Songs geschrieben, die er Jazzkantine angeboten hat, die sofort drauf angesprungen sind. Die haben dann EMI an Land gezogen und da musste ein Name her. Es sollte etwas sein, was anders klingt als Henning Neuser, geheimnisvoller. Die Wahl fiel schließlich auf Luka Neuser, mit unheimlich vielen Vokalen. Warum, kann ich nicht mehr nachvollziehen, So super find’ ich’s heute nicht mehr.

Ihr habt noch einen zweiten Künstler auf eurem Label?

Ja genau, Saender.

Arbeitet Ihr aktiv daran, weitere Künstler auf Eurem Label unterzubringen?

Nein, uns fehlen dazu die finanziellen Möglichkeiten. Denn wenn man eine Band verpflichtet, ist das auch eine Sache der Verantwortung. Und wir sind zunächst für unsere Band verantwortlich, sowie für Saender. Das ist schon eine Menge Arbeit und Engagement. Aber wenn sich nach und nach was ergibt…

Wie sind eure Ambitionen mit eurem eigenen Label? Soll sich das irgendwann lohnen oder ist das eine reine Hobbygeschichte?

Nein, nein, wir leben von Musik. Wir wollen unser Label selbstverständlich weiter aufbauen, aber das ist schon schwierig, da brauche ich gar nichts zu beschönigen. Als Band Neuser wollen wir weiter unsere Platten machen, hoffen auf Touren. Wenn im Herbst unsere neue Platte erscheint, wollen wir auf Supporttour gehen – mal sehen, was wir da kriegen können.

Wie sieht es mit eigenen Konzerten in kleineren Clubs in der Region aus?

In Köln spielen wir öfter, das nächste Mal am 13. Mai im Blue Shell. Zum 30-jährigen Jubiläum treten wir da mit „Schmackes und Pinscher“ sowie „Saender“ auf. Ansonsten gibt’s zunächst mehrere einzelne Gigs – erst im Herbst einige Auftritte am Stück.

Wie beurteilst Du die Kölner Musikszene?

Die floriert, die ist gut. Da schlummert so viel. Ich habe allerdings nur einen Einblick in einen kleinen Teil. Bands wie Klee, Zweipol, Wolke oder Schmackes und Pinscher, die kennt man, da trifft man sich im Stereo Wonderland – das ist unser Umfeld. Immer wieder, wenn man neue Leute trifft, die man noch nicht kennt, die auch in Köln leben und Musik machen, dann wundert man sich, wie viel es da noch gibt. Was mir jedoch ein wenig fehlt, ist ein Bewusstsein der ganzen Musiker einer Stadt, wie es zum Beispiel Hamburg hat. So etwas wie „Hamburger Schule“ gibt’s in Köln nicht. Es gibt auf jeden Fall eine große Anzahl von Bands, was man als „Kölner Schule“ bezeichnen könnte, aber ich habe das Gefühl, dass sich das für die Leute nicht so anfühlt. Es gibt kein „Wir sind Wir“, sondern jeder kocht sein eigenes Süppchen.

Wo trifft man Euch, wenn man abends in Köln weggeht?

Da kann ich nur von mir sprechen. Ich gehe oft am Bermuda-Dreieck aus – Luxor, Blue Shell oder auch Stereo Wonderland. Auch das Boogaloo mag ich sehr gerne, da treffen wir uns, da gehen wir aus – in der Gegend wohne ich auch. Im Rose Club war ich als Student oft. Dort haben übrigens mal Nirvana gespielt, als sie noch nicht bekannt waren, aber das war lange vor meiner Zeit.

Der nächste Kölner Auftritt von Neuser ist am 13. Mai 2009 im Blue Shell.

Was Henning Neuser über die Musik Neusers, musikalische Vorbilder und das neue Album sagte, lesen Sie im ersten Teil des Interviews:
Kölner Band Neuser hat keine Angst vor Klischees

Internet
www.myspace.com/neuser

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