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Roxy Music in Bonn

Gentleman Bryan Ferry wirft Contenance über Bord

Bryan Ferry legte zusammen mit Roxy Music einen hörenswerten Autritt unterm Zeltdach des Bonner Museumplatzes hin. Bei einer reifen Leistung von elf Musikern legte der Gentleman des Rock und Pop seine Reserviertheit ab und ging tänzelnd und schwitzend zur Sache.

Von Helmut Löwe

Bryan Ferry, Phil Manzanera und Andy Mackay - drei der Originalmitglieder der legendären britischen Band Roxy Music. Zu diesen gesellen sich bei den Auftritten der Band aber noch reichlich weitere Musiker und Sängerinnen, so dass ein ganzes Dutzend Protagonisten auf der Bühne steht, wenn Roxy Music auftreten.

Bildergalerie: Roxy Music auf dem Bonner Museumsplatz

So und nicht anders war es auch in Bonn, als Roxy Music am Mittwoch ihr einziges Deutschlandkonzert ihrer aktuellen Tour auf dem Museumsplatz gaben. Nicht mit dabei war der lang angekündigte Paul Thompson, der aus Krankheitsgründen kurzfristig durch Andy Newmark ersetzt wurde. Zusammen mit vier langbeinigen, schwarzen und stimmstarken Backgroundsängerinnen, Gitarrist, Bassist, Keyboarder und Violinistin Anna Phoebe im silberglänzenden Catsuit legten Ferry und Co. einen überzeugenden Auftritt hin. Die etwa 4.000 Zuhörer empfanden es genauso und bedachten Band und Gastmusiker mit reichlich Applaus.

Der Ferry-Express läuft warm

Anders als bei vielen anderen Konzerten auf dem Museumsplatz war der Anteil der wein- und sekttrinkenden Besucher diesmal ungleich höher. Irgendwie auch passend, wenn mit Ferry ein Sänger auf der Bühne steht, der gemeinhin als Gentleman und Dandy des Rock und Pop durchgeht. Und so manch einer der männlichen Besucher hätte sich mit dem stets Anzug tragenden 64-Jährigen Roxy-Music-Frontmann bei einem  Eleganzwettbewerb ein knallhartes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

Allerdings brauchte Ferry einige Zeit, bis er Höchstform aufbaute: Einer schon etwas älteren Dampflokomotive gleich lief er sich Zug um Zug erst so richtig warm. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis der Anfangs sehr reserviert wirkende Ferry seine Contenance über Bord geworfen hatte. Zwar nicht Rampensau, aber rhythmisch klatschend und vor Anstrengung schwitzend tänzelte er über die Bühne. Er ging sogar soweit, gar nicht dandylike Kusshände ins Publikum zu werfen.

Einwandfreies und Hörenswertes unterm Zeltdach

An der Leistung seiner Mitmusiker kann es keineswegs gelegen haben, dass Ferry nicht vom ersten Ton an mittendrin statt nur dabei war - denn Band und Sängerinnen waren vom Start weg voll auf der Höhe: Manzanera, Mackay, Newmark und ihre sieben Mitstreiter lieferten musikalisch absolut Einwandfreies und Hörenswertes. Ein unglaublich dichter und sauberer Sound lag über dem Publikum und unter dem Zeltdach zwischen Kunstmuseum und Bundeskunsthalle, da mochte so manchem Bootlegger das Herz aufgegangen sein. Mehrfach bedachten die Fans die Musiker mit Szenenapplaus, vor allem die Gitarrensoli beider Akteure rissen die Menge ein ums andere Mal mit.

Fast unmöglich war es, einen wunden Punkt im Auftritt auszumachen. Wer jedoch mit aller Gewalt danach suchte, fand diesen im allzu abrupten Ende des anderthalbstündigen Konzertes: Nach zwei Zugaben huschten Roxy Music im Anschluss an "Jealous Guy" trotz mächtigen Beifalls in Windeseile von der Bühne. Wenn die Band noch einmal nachgelegt hätte, wäre der Abend perfekt gewesen.

Setlist:

- Re-make / Re-model
- Out of the Blue
- More than This
- While my Heart is still beating
- If there is Something
- Ladytron
- Tara
- A Song for Europe
- My only Love
- Both Ends burning
- In every Dream Home a Heartache
- Virginia plain
- Love is the Drug
- Editions of You
- Do the Strand
---------------
- Let's stick together
- Jealous Guy

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